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Der Beruf der Hebamme ist einer der ältesten Frauenberufe der Welt. Hebammen von heute sind mit neuen Entwicklungen und Herausforderungen in der Geburtshilfe konfrontiert. Dazu gehören die adäquate, einfühlsame und kompetente Betreuung von Gebärenden mit ihren differenzierten Bedürfnissen sowie die vertiefende, prozessorientierte Begleitung während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Neben den evidenz-basierten Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen Hebammen über eine stetig steigende Kompetenz im psychosozialen Kontakt.
Vor dem Hintergrund dieser wachsenden Herausforderungen bietet die fh gesundheit mit zwei Lehrgängen gemäß §14a FH-Studiengesetz BGBl.Nr. 340/1993 idF BGBl I Nr. 2/2008 die Möglichkeit einer Vertiefung der beruflichen Qualifikation. Mit dem Lehrgang Akademische Hebamme für perinatales Management im Ausmaß von 3 Semester werden die dazu notwendigen fachlich-methodische Kompetenzen vermittelt. Im Lehrgang Master of Science in Advanced Practice Midwifery im Ausmaß von 4 Semester entwickeln die Studierenden zusätzlich wissenschaftliche sowie sozialkommunikative und Selbstkompetenzen. Beide Lehrgänge können unabhängig von einander oder ergänzend absolviert werden.
Bei einer Aufschulung vom Lehrgang Akademische Hebamme für perinatales Management zum Master of Science in Advanced Practice Midwifery muss mit einer weiteren Studiendauer von 2 Semester gerechnet werden.
Der Erwerb von fachlich-methodischen, wissenschaftlichen, sozialkommunikativen und Selbstkompetenzen zur Bewältigung dieser Aufgaben sind Ziel des Lehrganges zur Weiterbildung Master of Science in Advanced Practice Midwifery. Dabei gehören das Management von akuten geburtshilflichen Situationen, das Beherrschen von aktuellen Methoden der Diagnostik ebenso zu den inhaltlichen Schwerpunkten wie Persönlichkeitsentwicklung und das Aneignen von verschiedenen Führungsinstrumenten. Die Hebammenforschung unterstützt die Qualitätssicherung und die Evaluierung des Tätigkeitsfeldes von Hebammen.
AbsolventInnen des Lehrganges zur Weiterbildung Master of Science in Advanced Practice Midwifery sind SpezialistInnen in ihrem Berufsfeld und kompetente PartnerInnen in einem Team in Krankenhäusern und Einrichtungen im Gesundheitswesen. Durch das Studium können die erworbenen und gelernten Werkzeuge in der beruflichen Tätigkeit situationsbezogen, forschungsgeleitet und differenziert eingesetzt werden. Die Hebamme kann nach Abschluss des Lehrganges gezielt Trainingseinheiten zu Maßnahmen optimaler medizinischen Versorgung der Gebärenden, des Neu- und Frühgeborenen organisieren und leiten. Sie ist befähigt, Leitlinien und Notfallstrategien für die jeweilige Krisensituation zu erstellen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Erlernte in Form von Unterrichtstätigkeiten weiterzugeben. Die Möglichkeit für eine leitende Tätigkeit, aber auch die Mitarbeit in Forschung und Entwicklung wird durch die berufsspezifische Qualifizierung insbesondere der Selbstkompetenz, der sozialkommunikativen und wissenschaftlichen Kompetenz eröffnet.
Der Erwerb von fachlich-methodischen, wissenschaftlichen, sozialkommunikativen und Selbstkompetenzen zur Bewältigung dieser Aufgaben sind Ziel des Lehrganges zur Weiterbildung Master of Science in Advanced Practice Mitwifery. Dabei gehören das Management von akuten geburtshilflichen Situationen, das Beherrschen von aktuellen Methoden der Diagnostik ebenso zu den inhaltlichen Schwerpunkten wie Persönlichkeitsentwicklung und das Aneignen von verschiedenen Führungsinstrumenten. Die Hebammenforschung unterstützt die Qualitätssicherung und die Evaluierung des Tätigkeitsfeldes von Hebammen.
Im facheinschlägigen Teil werden die Hebammen in Form von Modulen mit aktuellen Themen, die den Hebammenberuf betreffen, unterrichtet:
Management peripartaler Notfälle, präpartale Überwachung, postpartale Versorgung, Notfall- und Intensivpflege des Neu- und Frühgeborenen, Schmerzmanagement, Ultraschall, Migration und Ethnizität, Psychosomatik in der Gebursthilfe – psychische Erkrankungen, affektive Störungen, Angsterkrankungen, Trauma- und Stresspsychologie u.v.m., Kommunikation und fachlicher Umgang in besonderen Situationen, fetal Monitoring – pränatale Diagnostik, peripartale Qualitätssicherung, Supervision, practical Reasoning – klinische Argumentation, Schlussfolgerung und Beweisführung, betriebswirtschaftliches Grundwissen und Grundlagenmanagement sind Inhalte der Fachkompetenz.
Im sozial-kommunikativen Teil werden die Studierenden in die Persönlichkeitsentwicklung im Sinne der interkulturellen Prägung und Reflexion, kulturelle Werthaltungen, Prägung und Auswirkungen auf Lehr-, Lern- und Arbeitsstile, Verhaltenstraining für Führungsaufgaben in Gesundheitseinrichtungen, Sprach- und Kommunikationstheoretische Grundlagen, gruppendynamische Prozesse eingeführt.
Der Wissenschaftsteil umfasst die Grundlagen der Forschung, Design wissenschaftlicher Studien, angewandte Statistik, Datenverwaltung und Berichtswesen, Umsetzung eines Forschungsprojektes, Publikationen, sowie das Erstellen einer Masterthesis.
Die Studieninhalte sind im Curriculum festgelegt.
Folgende Module können ebenfalls im Rahmen einer Fortbildung an der azw:academy absolviert werden:
- Migration und Ethnizität
- Pathologische Veränderungen in der Perinatalperiode
- Psychosomatik in der Geburtshilfe
Weitere Informationen unter www.azw-academy.ac.at
Die Lehrveranstaltungen im Lehrgang zur Weiterbildung Master of Science in Advanced Practice Midwifery finden in Wochenendblöcken (jeweils von Donnerstag Mittag bis Samstag Abend) bzw. Blockwochen (jeweils Montag bis Samstag, ganztägig) statt. In allen Lehrveranstaltungen besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht.
Lehrveranstaltungen 1. Semester (Änderungen vorbehalten)
Lehrveranstaltungen 2. Semester (Änderungen vorbehalten)
Lehrveranstaltungen 3. Semester (Änderungen vorbehalten)
- Abschluss eines FH-Bachelor-Studienganges Hebamme mit akademischem Grad „Bachelor of Science in Health Studies“ (Berufserfahrung bzw. Tätigkeit als Hebamme während des Lehrganges erwünscht)
- Hebammendiplom gem. Hebammen-Gesetz, BGBl. Nr. 310/1994 oder Abschluss einer gleichwertigen Ausbildung an einer ausländischen Bildungseinrichtung (2jährige Berufserfahrung bzw. Tätigkeit als Hebamme während Besuch des Lehrganges erwünscht)
- Hebammendiplom gem. Hebammen-Gesetz, BGBl. Nr.3/1964 und Nachweis einer mindestens 5jährigen Berufspraxis.
- Anmeldeformular
- Motivationsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf, unterfertigt
- Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit
- Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, ggf. Heiratsurkunde (Kopien)
- Abschlussurkunde, die zum Studium berechtigt, vgl. Zugangsvoraussetzungen (Kopie)
Bitte senden Sie Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:
fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center Master
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria
Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Die Bewerbung für den Lehrgang zur Weiterbildung Master of Science in Advanced Practice Midwifery ist bis spätestens Anmeldeschluss unter Verwendung des standardisierten Anmeldeformulars sowie der geforderten Unterlagen einzureichen.
Evaluierung der schriftlichen Unterlagen
Die eingereichten Bewerbungsunterlagen werden auf Inhalt, Form und Vollständigkeit evaluiert. Der berufliche Werdegang sowie das geforderte Motivationsschreiben finden in der Evaluierung eine besondere Berücksichtigung.
Aufnahmegespräch
Mit jeder Bewerberin wird ein leitfadengestütztes Gespräch geführt, das aus Gründen der Vertraulichkeit nicht öffentlich ist. In diesem Gespräch hat die Bewerberin die Gelegenheit, Fähigkeiten und Kenntnisse nachzuweisen, die für den Studienerfolg von Bedeutung sein können. Solche Kriterien sind insbesondere die Motivation, die Eignung und die Begabung der Bewerberin für das Studium und die angestrebte Zusatzqualifikation.
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