psychiatrische pflege
PGP
studium
berufsbild

Akademische ExpertInnen in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege begegnen im Rahmen der pflegerischen Intervention Menschen mit vielfältigen Krankheitsbildern bzw. in verschiedenen Krisensituationen:

  • Suchtkranke (z.B. Alkohol- und Medikamentenabhängige), die sich aus einer für sie quälenden, unbewältigten Wirklichkeit in Rausch und Betäubung geflüchtet haben.
  • Depressive Menschen, die in einer Traurigkeit und Antriebslosigkeit gefangen sind und darüber die Fähigkeit zu einer objektiven Betrachtung ihrer Alltagsprobleme verloren haben.
  • Manische Menschen, die durch ihren ungehemmten Antrieb und ihr übersteigertes Selbstwertgefühl einer Kritikeinschränkung unterliegen und dadurch Handlungen setzen, die sie in ihrer körperlichen und sozialen Existenz bedrohen sowie ihre Umwelt gefährden.
  • Menschen mit psychotischen Zuständen, die in einer Welt leben, in der sie sich einschließen. Sie selbst erleben oft heftige Emotionen, die sich vielfach in einem Verhalten äußern, das für uns nicht immer nachvollziehbar ist und auf Angst- und Aggressionsgefühle hinweist, worauf Selbst- und Fremdgefährdung die Folge sein kann.
  • Menschen, die auf Grund einer Persönlichkeitsstörung mit sich selbst und der Umwelt in Konflikt geraten sind.
  • Alte Menschen, die ihre Umgebung oft verändert wahrnehmen und deshalb Schwierigkeiten haben, ihre Alltagshandlungen zu steuern.
  • Geistig bzw. mehrfach behinderte Menschen, deren unmittelbare Teilnahme am Leben in der Gesellschaft erschwert ist und deren Kräfte nicht ausreichen, die Konfrontationen des täglichen Lebens zu bewältigen.
  • Menschen, deren seelische Probleme sich auch in schweren körperlichen Störungen äußern.
  • Menschen mit neurologischen Erkrankungen, die bei der Lösung der Alltagsprobleme auf fachliche Hilfe angewiesen sind.


Die Aufgaben der Pflegenden in der Psychiatrie sind Beobachtung, Begleitung, Förderung, Beschäftigung und nachgehende Betreuung von Menschen mit vorwiegend psychischen Störungen. Außerdem nehmen die Pflegenden Aufgaben in der Gesundheitsförderung und Prävention wahr.
 

zielsetzung

AbsolventInnen des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 Fachhochschul-Studiengesetz Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits und Krankenpflege sind nach Beendigung der Ausbildung in der Lage, die Begleitung, Förderung und nachgehende Betreuung in der Pflege von Menschen mit neurologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern zu übernehmen.

 

Aufbau und Inhalt des Lehrganges entsprechen den Anforderungen laut § 65 GuKG (Gesundheits- und Krankenpflegegesetz) i.d.g.F. bzw. BGBl. II 451/2005 (Gesundheits- und Krankenpflege-Spezialaufgaben-Verordnung) Anlage 3 und umfassen pflegewissenschaftliche, medizinwissenschaftliche und technische Sachgebiete.

perspektiven

Der Lehrgang zur Weiterbildung ist von all jenen Personen zu absolvieren, die im  psychiatrischen Bereich gemäß § 17 GuKG i.d.g.F. tätig sind bzw. tätig sein werden.

 

AbsolventInnen des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 Fachhochschul-Studiengesetz Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege üben ihre Tätigkeit in professioneller Weise in Einrichtungen aus, wo Menschen mit vorwiegend neurologischen und psychischen Erkrankungen betreut werden. Im Besonderen, wenn das spezielle Fachwissen der psychiatrischen Pflege als Ergänzung in der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege erforderlich ist.

Sozialpsychiatrischer Bereich: Hauskrankenpflege, Krisenintervention, Ambulanzen, Beratungsstellen, Zentrum für psychische Gesundheit, Tages- bzw. Nachtkliniken, Rehabilitationszentren, Wohnheime, Wohngemeinschaften, Übergangsheime, Tagesstätten, Beschäftigungs- und arbeitstherapeutische Einrichtungen

Stationärer Bereich: Fachklinik Psychiatrie, Krisenintervention, psychiatrische Intensivstation, differentialdiagnostischer Ausgang, Überleitungspflege, Zentrum für psychische Gesundheit, psychiatrische Rehabilitationseinrichtungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Fachklinik oder Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen, Einrichtungen zur Betreuung geistig behinderter Menschen (Förderpflege), forensische Einrichtungen, Psychogeriatrie, Psychosomatische Einrichtungen, Geriatrie im akuten und rehabilitativen Bereich, Neurologie, neurologische Intensivstation, Neurorehabilitation, Neurochirurgie, Alten- und Pflegeheime

Psychiatrische Nachbetreuung: Übergangspflege, nachgehende psychiatrische Betreuung, Neurochirurgie

Konsiliarliaisonsdienst: Einrichtungen für geistig behinderte Menschen, Pflege und Betreuung von alten Menschen in Pflegeheimen, Einrichtungen der Betreuung und Versorgung von alten Menschen und zu Hause, freiberufliche Tätigkeit

 

studieninhalte

Der Lehrgang Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege umfasst 9 Module, die in drei Semestern durchlaufen werden. E-Learning wird als methodischer Bestandteil im Sinne eines Lernsupports eingesetzt.

 

Die Studieninhalte sind im Curriculum festgelegt.

 

lehrveranstaltungen

Die Lehrveranstaltungen im Lehrgang Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits-und Krankenpflege werden in Form von Präsenzunterricht und Onlinephase (Blended eLearning) durchgeführt und finden in Wochenblöcken von Montag bis Freitag von 08.30 bis 19.00 Uhr statt. In allen Lehrveranstaltungen besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht.

Die Abschlussprüfung ist ein integrativer Bestandteil der theoretischen Ausbildung.

 

Termine Start Herbst 2018

 

Theorieblockwochen

Folgen in Kürze

 

Abschlussprüfungen

  • voraussichtlich KW45/46 2019

Abschlussfeier

  • voraussichtlich 29.11.2019

bewerbung
zugangsvoraussetzungen

Der Lehrgang zur Weiterbildung gemäß § 9 Fachhochschul-Studiengesetz Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege richtet sich an Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege bzw. an Pflegepersonen, die bereits in diesem Bereich tätig sind

  • Diplom im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
bewerbungsunterlagen

Die Bewerbung für den Lehrgang Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege ist bis spätestens zum Anmeldeschluss unter Verwendung des standardisierten Anmeldeformulars sowie der geforderten Unterlagen einzureichen:

  • vollständig ausgefülltes, unterschriebenes Anmeldeformular inkl. Foto
  • Antrag Taschengeld (falls gewünscht) inkl. Empfehlungsschreiben der Schuldirektion 
  • Medizinischer Beurteilungsbogen
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterfertigt
  • Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit 
  • Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, ggf. Heiratsurkunde (Kopien)
  • Zeugnis des höchsten Schulabschlusses z.B. Maturazeugnis, Zeugnis Berufsreifeprüfung, etc.
  • Diplom beglaubigte Kopie (für Personen, die im Dienstverhältnis mit der Tirol Kliniken GmbH stehen oder am AZW diplomiert haben, genügt eine Kopie)
  • Zeugnis 3. Ausbildungsjahr (Kopie)
  • Berufsanerkennung (betrifft nur Nicht-EU/EWR-Bürger)
  • Einzahlungsbeleg Anmeldegebühr
  • Einzahlungsbeleg Selbstkostenanteil für Personal der tirol kliniken
  • vom Arzt ausgefüllter medizinischer Beurteilungsbogen

 

Variantenmodell zum Besuch der Sonderausbildung:

 

Taschengeld (begrenzte Anzahl)
SchülerInnen, welche die Sonderausbildung im Rahmen des Taschengeldmodelles besuchen, erhalten monatlich ein Taschengeld in der Höhe von € 800,- brutto (14x jährlich) und sind über das AZW bei der Tiroler Gebietskrankenkasse versichert. Der Taschengeldbezug ist an einen Ausbildungsvertrag gebunden. Der Anspruch auf das Taschengeldmodell gilt nur, wenn die Sonderausbildung direkt im Anschluss an die Allgemeine Diplomausbildung bzw. zum ehest möglichen Starttermin begonnen wird. 

 

Bildungskarenz 
TeilnehmerInnen, welche die Sonderausbildung im Rahmen der Bildungskarenz absolvieren, können in Zusammenhang mit einem Ausbildungsdarlehen zusätzlich ein vermindertes Taschengeld in der Höhe von € 100,- beantragen. Die Ausbildungskosten sind von den TeilnehmerInnen selbst zu tragen.

 

Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses
Die TeilnehmerInnen absolvieren die Sonderausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses für eine betreffende Gesundheitseinrichtung. Werden die Ausbildungskosten vom Dienstgeber übernommen, wird die Rechnung der Lehrgangsgebühr vor Ausbildungsbeginn zugesendet. Diese ist prompt, ohne jeglichen Abzug und vor Ausbildungsbeginn zu begleichen. 

 


SelbstzahlerInnen
Die Ausbildungskosten sind von den TeilnehmerInnen selbst zu tragen. Die Rechnung der Lehrgangsgebühr wird vor Ausbildungsbeginn zugesendet. Diese ist prompt, ohne jeglichen Abzug und vor Ausbildungsbeginn zu begleichen. 

 

Sonstige Förderungen
TeilnehmerInnen, welche von Institutionen wie z.B. AMS oder AUVA Förderungen erhalten, sind nicht über das AZW bei der Tiroler Gebietskrankenkasse versichert. In Verbindung mit einem Ausbildungsdarlehen kann ein Antrag auf Taschengeld in Höhe von Euro 100,- gestellt werden, muss aber im Einzelnen geprüft werden.


 
Die Inskriptionsgebühr € 70,00 und ggfs. der Selbstkostenanteil € 50,00 (nur Personal der Tirol Kliniken GmbH) ist bitte auf folgendes Konto zu überweisen:

 

BLZ 57000 Hypo Tirol Bank
IBAN: AT 47 5700 0002 1009 2637
SWIFT/BIC: HYPTAT22
Verwendungszweck IS-SAB/WB/47110/21312

 

Die Kopie oder das Original des Einzahlungsbeleges legen Sie bitte dem Bewerbungsbogen bei.
 

Bitte senden Sie Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:

 

fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center Master
z.H. Barbara Bratusek
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria

 

Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!
 

 

aufnahmeverfahren

Evaluierung der schriftlichen Unterlagen
Die eingereichten Bewerbungsunterlagen werden auf Inhalt, Form und Vollständigkeit evaluiert.

 


 

nachträglicher erwerb
ablauf und termine

Auf Basis der lehrveranstaltungsbezogenen Anerkennung bietet die fh gesundheit bereits ausgebildeten Personen in der OP-Pflege die Möglichkeit, ihren bisherigen Abschluss mit dem Titel „Akademische/r ExpertIn in der OP-Pflegezu erweitern.

 

Dies geschieht auf dem Weg der lehrveranstaltungsbezogenen Anerkennung durch die Lehrgangsleitung. Lehrveranstaltungen, die in Inhalt und Umfang dem Curriculum entsprechen, können angerechnet und fehlende Inhalte im Rahmen der angebotenen Upgrade-Woche nachgeholt werden.

 

Teile des Lehrgangs (ca. 12,5 h) werden mittels der E-Learning Plattform Moodle durchgeführt. Sie kommen über den Link zur Anmeldung. In der Rubrik "Sonderausbildungen“ und weiter mit  „Upgrade WB PflegeexpertIn“ gelangen Sie zur Einschreibung.

Die dazu notwendigen Zugangsdaten werden Ihnen zeitgerecht übermittelt.  

Bei Problemen kontaktieren Sie bitte miriam.pleger@fhg-tirol.ac.at

 

Im Anschluss an den Besuch der Upgrade-Woche (= 30 bzw. 40 UE) ist von den Studierenden ein Studienauftrag (ca. 20 Stunden) zu bearbeiten und innerhalb der vorgegeben Fristen per Moodle der Lehrgangsleitung zu übermitteln.

 

Bei positiver Beurteilung des Studienauftrags findet die Übergabe der Urkunden im Rahmen der Abschlussfeier des jeweiligen Lehrganges statt bzw. wird Ihnen auf Wunsch per Post zugestellt. 

 

  • Termin Upgrade-Woche:  17.09. – 21.09.2018 
  • Anmeldeschluss: 29.06.2018
zugangsvoraussetzungen
  • Das Diplom zur Sonderausbildung nach dem GuK - SV Dezember 2005; GuKG 1997. Die formalen Kriterien der Diplome und Zeugnisse der Sonderausbildungen müssen der Verordnung entsprechen.

 

Für Pflegepersonen, welche die Sonderausbildung Intensivpflege, Kinder- und Jugendlichenpflege, OP-Pflege oder Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege vor dem Jahr 1997 absolviert haben, ist die Teilnahme an der Upgrade–Woche derzeit nicht möglich. 

lehrgangsgebühr

Die Lehrgangsgebühr von € 630,- zzgl. ÖH-Beitrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungserhalt durch die/den Studierenden einzubezahlen.

 

Jenen Pflegepersonen, welchen durch ein Studium (z.B. MSc) die Inhalte der Pflegewissenschaft schon vermittelt worden sind, können diese Inhalte im Rahmen der Upgrade -Woche angerechnet werden und es benötigt keine Präsenzphasen (Entscheidung der Lehrgangsleitung).
Die Durchführung einer Seminararbeit ist jedoch zwingend erforderlich, um durch eine Notengebung die Urkunde zur/zum PflegeexpertIn zu erhalten. Die Lehrgangsgebühr beläuft sich für diese Personen auf  € 350,- zzgl. ÖH-Beitrag.

bewerbungsunterlagen

Bitte übermitteln Sie uns fristgerecht folgende Bewerbungsunterlagen:

  • Anmeldeformular
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterfertigt
  • Bestätigung über Vorerfahrung, berufliche Tätigkeit
  • Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, ggf. Heiratsurkunde (Kopien)
  • Zeugnis des höchsten Schulabschlusses z.B. Maturazeugnis, Zeugnis Berufsreifeprüfung, etc.
  • Diplom der Allg. Gesundheits- und Krankenpflege (beglaubigte Kopie) (für Personen, die im Dienstverhältnis mit der Tirol Kliniken GmbH stehen oder am AZW diplomiert haben, genügt eine Kopie)
  • Diplom der jeweiligen Sonderausbildung – beglaubigte Kopie (Das Diplom wird geprüft nach dem GuK-SV Dezember 2005; GuKG 1997. Die formalen Kriterien des Diploms und der Zeugnisse müssen der Verordnung entsprechen.) 

 

Bitte senden Sie Ihre vollständige Bewerbung aufgrund des Anmeldformulars (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:


fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center Master
Miriam Pleger
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria

 

Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Suche
login
Bitte melden Sie sich immer auf der Startseite an

Home

Infobox
Abschluss
Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege
Lehrgangsdauer
3 Semester
Lehrgangsart
Vollzeit
ECTS
75
Lehrgangsplätze
mindestens 20 pro Aufnahme
Infobox
Lehrgangsgebühr (inkl. 10 % USt.)
1. Semester: € 2.200,- 
2. Semester: € 2.200,- 
3. Semester: € 1.210,-
fhg-Studiengebühr
€ 800,-

 

Termine
Upgrade-Woche
Bewerbung
bis 08.06.2018
Aufnahmegespräche
voraussichtlich August 2018
Lehrgangsbeginn
29.10.2018
Kontakt
Lehrgangsleiter
Herwig Putz
Büro 6. Stock
T +43 512 5322-75757
 
Studien-Service Center Master
Barbara Bratusek
5. Stock
T +43 512 5322-75208
F +43 512 5322-6775208
E barbara.bratusek@fhg-tirol.ac.at