osteopathie
Osteopathie
studium
berufsbild

In der Osteopathie steht die manuelle diagnostische und therapeutische Vorgehensweise bei Funktionsstörungen im Mittelpunkt. Unter Berücksichtigung des parietalen, viszeralen und kraniosakralen Systems werden wechselseitige Beziehungen zwischen Struktur und Funktion hergestellt und die Relevanz von mechanischen, neurologischen, vaskulären und metabolischen Symptomen für das Problem der/des PatientIn erkannt.

 

OsteopathInnen verschreiben keine Arzneien und machen auch keinen Gebrauch von invasiven Techniken wie Spritzen oder gar Operationen. Ziel der Osteopathie ist nicht die Bekämpfung eines Symptoms oder einer Krankheit, sondern die Wiederherstellung der körperlichen Funktionsfähigkeit durch die manuelle Beseitigung von Blockaden bzw. Bewegungsverlusten durch Aktivierung und Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers.

zielsetzung

Der Lehrgang zur Weiterbildung gemäß § 9 Fachhochschul-Studiengesetz Osteopathie hat das Ziel, den AbsolventInnen eine Spezialisierung in allen Bereichen der Osteopathie zu vermitteln und eine Weiterentwicklung der beruflichen Qualifikation auf fachhochschulischer Ebene sicherzustellen. Ziel ist es aber auch, die osteopathischen Behandlungstechniken wissenschaftlich zu beforschen.

 

      
Mit der International Academy of Osteopathy (IAO) ist es der fh gesundheit gelungen, eine der ältesten und renommiertesten Ausbildungsstätten für Osteopathie als Partner für die Durchführung des Studiums zu gewinnen. In ihren Ausbildungszentren in ganz Europa bildet die IAO rund 1.700 Voll- und Teilzeitstudierende in der Osteopathie aus (siehe auch www.osteopathie.eu).

perspektiven

AbsolventInnen des Lehrganges zur Weiterbildung Osteopathie sind befähigt, im Angestelltenverhältnis oder freiberuflich tätig zu sein. Als ganzheitlich ausgebildete OsteopathInnen werden sie Diagnose- und Behandlungstechniken in allen drei Kerngebieten der Osteopathie anwenden:

  • parietales System (Bewegungsapparat)
  • viszerales System (innere Organe)
  • kraniosakrales System (Schädel, Hirn, Rückenmark, Nervensystem)

Die Ausbildung befähigt sie zu umfassender osteopathischer Diagnose, zur Erstellung klinischer Bilanzen und Entwicklung erfolgsversprechender Behandlungsstrategien. Unsere AbsolventInnen sind kompetente, sichere und verantwortungsvolle OsteopathInnen, die eine anspruchsvolle wissenschaftliche und medizinische Ausbildung durchlaufen haben. Sie sind auch im Austausch bzw. in der Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen versiert.

studieninhalte

Ziel des berufsbegleitenden Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Osteopathie ist die Befähigung der AbsolventInnen zu umfassender osteopathischer Diagnose, zur Erstellung klinischer Bilanzen und Entwicklung erfolgsversprechender Behandlungsstrategien.

 

Die Inhalte des ersten Semesters dienen der Erweiterung der facheinschlägigen Kompetenzen von OsteopathInnen unter Berücksichtigung des aktuellen Standes relevanter Forschungsbeiträge, insbesondere zur Evidenz für Wirksamkeit und Sicherheit osteopathischer Behandlungstechniken. Dazu gewährleisten die Module Differentialdiagnostik 1 und Integration 1 den differenzierten Umgang mit muskuloskelettalen Krankheitsbildern nach osteopathischen Prinzipien sowie die Entwicklung von Strategien für die Gestaltung von Untersuchung und Behandlung unter Einsatz von Reasoningprozessen auf Basis evidenzbasierter Praxis. Im Modul Lernen und Planen wird die Thematik Lernen sowohl aus theoretischer Sicht, als auch aus der Perspektive von Lehrenden, PraktikerInnen und von Lernenden betrachtet. Ergänzend werden relevante Arbeitsschritte des Projektmanagements vermittelt und angewandt, um die Integration in individuelle berufliche Handlungsfelder sowie in Forschungstätigkeiten zu gewährleisten. Im Modul Forschung 1 werden theoretische Forschungsgrundlagen sowie erste Ansätze zur Erstellung wissenschaftlicher Studien vermittelt. Parallel werden relevante medizinische Denkmodelle analysiert und im Stil eines wissenschaftlichen Diskurses diskutiert.

 

Im zweiten Semester baut das Modul Differentialdiagnostik 2 auf das Modul Differentialdiagnostik 1 auf und betrachtet explizit das viszerale System sowie die Interaktion zwischen verschiedenen (Sub-)Systemen. Im Modul Integration 2 liegt der Fokus auf den spezifischen Anforderungen der Untersuchung und Behandlung von Kindern und älteren PatientInnen. Die weitere Vertiefung der im ersten Semester vermittelten sozialkommunikativen und Selbstkompetenzen erfolgt im Modul Sprache und Kommunikation unter Einbezug unterschiedlicher Ausprägungen der Kommunikation sowie von Gruppendynamik und Gruppenprozessen. Im Modul Forschung 2 findet die Fortführung der Lehrveranstaltung Entwicklung und Organisation sowie Design einer wissenschaftlichen Studie statt. Des Weiteren werden forschungsrelevante Inhalte zur Statistik, Ethik und Datenschutz sowie zur qualitativen Forschung vermittelt. Im Rahmen des Begleitseminars zur Masterarbeit erfolgt die prozessuale Begleitung und Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Forschungsschritte durch kollegiale Beratung, moderierte Intervisionsgruppen und gezielte Rückmeldungen zu geplanten Arbeitsschritten.

 

Im dritten Semester beschäftigen sich die Studierenden im Modul Differentialdiagnostik 3 mit spezifischen Untersuchungs- und Behandlungsansätzen bei metabolen Erkrankungen. Das Modul Physiologie des viszeralen Systems gestattet die theoretische, praktische und evidenz-basierte Aufarbeitung von viszeralen Problemstellungen. Im Modul Soziale- und Selbstkompetenzen werden die Aspekte der ethnokulturellen Genese von Krankheiten, sowie die Aufgaben der Ethnomedizin besprochen und jene Fähigkeiten erworben, die den professionellen Umgang mit anderen Kulturen erlauben. Es erfolgt die weitere Vertiefung der wissenschaftlichen Kompetenzen. Dazu werden im Modul Forschung 3 jene Inhalte vermittelt, welche die Studierenden dazu befähigen, eine wissenschaftliche Publikation zu erstellen und diese zu präsentieren. Des Weiteren wird im Rahmen des Begleitseminars zur Masterarbeit die prozessuale Begleitung und Unterstützung bei der Durchführung der Forschungsschritte weiter entwickelt. Zur Integration von Qualitätsmerkmalen in den praktischen Alltag bei der Arbeit mit PatientInnen/KlientInnen und der Entwicklung von Qualitätszielen für den osteopathischen Prozess, dient das Modul Qualitäts- und Prozessmanagement.

 

Im vierten Semester werden die Studierenden im Modul Menschliches fasziales System dazu befähigt, die Untersuchung und Behandlung des faszialen Systems unter Einbindung der aktuellen Forschungslage durchzuführen. Eine weitere Schwerpunktsetzung erfolgt im Rahmen des Moduls Soziologie, Psychologie und Psychosomatik, in dem auf gesundheitsrelevante soziale Prozesse auf Mikro-, Meso- und Makroebene von Gruppen und Gemeinschaften, sowie auf Wechselwirkungen psycho-sozialer und biologischer Prozesse, im Kontext von Gesundheit und Krankheit, eingegangen wird. Im Modul Forschung 4 stehen die wissenschaftliche Diskurführung sowie die Publikation und mögliche Vermarktung einer wissenschaftlichen Arbeit im Mittelpunkt. Des Weiteren wird im Rahmen des Begleitseminars zur Masterarbeit die prozessuale Begleitung und Unterstützung bei der Durchführung der Forschungsschritte fortgeführt, der Anteil an Moderation durch Lehrende wird dabei zugunsten zunehmender Selbstorganisation reduziert. Um den Bogen zum Qualitäts- und Prozessmanagement zu spannen, zeigt das Modul Medizinrecht die für die Qualitätsarbeit relevanten gesetzlichen Regelungen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der beruflichen Tätigkeitsfelder auf.

 

Das fünfte Semester dient der Erstellung der Masterarbeit. Dies wird durch die prozessuale Begleitung und Betreuung bei der Durchführung der Forschungsschritte im Rahmen des Begleitseminars weiter reflektiert und unterstützt. Das Verfassen der Masterarbeit steht für den erfolgreichen Abschluss des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Osteopathie.

 

Die Studieninhalte sind im Curriculum festgelegt


 

lehrgangsorte

Die fhg GmbH bietet den Lehrgang Osteopathie im Wintersemester 2015/2016 in Neuss (D) an.

lehrgangsgebühren

Lehrgangsgebühren 1. bis 4. Semester:

  • Neuss: € 1.950,- (Tagungshotel Commundo Neuss, inkl. Mittagessen)
    zzgl. ÖH-Gebühren

    Im 5. Semester fällt nur die ÖH-Gebühr an.
     

Lehrveranstaltungsblöcke können bei Bedarf an einen externen, vom jeweiligen Studienstandort abweichenden Veranstaltungsort abgehalten werden. Hebt ein Veranstalter dafür eine Tagungspauschale ein, wird diese von der fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH an die Studierenden weiter verrechnet.
 

lehrveranstaltungstermine

 

 

Die Lehrveranstaltungen im Lehrgang zur Weiterbildung Osteopathie finden grundsätzlich in Wochenendblöcken bzw. Blockwochen statt. In allen Lehrveranstaltungen besteht Anwesenheitspflicht.

 

Lehrveranstaltungstermine für Innsbruck, Start Sommersemester 2015

(Änderungen vorbehalten)
 

 

Lehrveranstaltungstermine für Neuss, Start Wintersemester 2015/2016
(Änderungen vorbehalten)


 

bewerbung
zugangsvoraussetzungen

Zur Ausbildung zugelassen sind

 

  • Personen mit Abschluss eines FH-Bachelor-Studienganges Ergotherapie oder Physiotherapie oder
  • Personen mit Abschluss einer Akademie für den ergotherapeutischen Dienst oder einer Akademie für den physiotherapeutischen Dienst oder eines gleichwertigen ausländischen Abschlusses oder
  • Personen mit Bachelor-Abschluss in Osteopathie oder
  • ÄrztInnen oder
  • vergleichbare Bachelor-Abschlüsse aus dem Fachhochschul- und universitären Bereich

 

sowie dem Nachweis über den Erwerb folgender Kompetenzen aus dem Bereich der Osteopathie vor Beginn des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Osteopathie:

 

  • Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden und Maßnahmen zur Untersuchung und Behandlung des muskuloskelettalen, viszeralen und kranialen Systems
  • Durchführung und Interpretation von adäquaten Tests für alle Hirnnerven
  • Identifizierung von Symptomen, die auf eine Beteiligung der Hirnnerven hinweisen
  • Berücksichtigung aller strukturellen und funktionellen Zusammenhänge des zentralen, peripheren und neurovegetativen Nervensystems

 

Eine mindestens einjährige, einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 5 Jahre im Vollzeitäquivalent sowie eine facheinschlägige Berufstätigkeit während des Lehrganges ist erwünscht, damit die Studierenden die im Lehrgang erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen ins Berufsfeld übertragen und die Masterarbeit im beruflichen Kontext verfassen können.

 

Kernfachbereiche-Nachweis

  • 10,00 ECTS wissenschaftliche Kompetenzen und
  • 25,00 ECTS sozialkommunikative und Selbstkompetenzen

 

Eine einzelfallbezogene Prüfung des Qualifikationsniveaus findet durch die Lehrgangsleitung statt.

 

 

bewerbungsunterlagen
  • Anmeldeformular deutsch
  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterfertigt
  • Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit
  • Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, ggf. Heiratsurkunde (Kopien)
  • Abschlussurkunde, die zum Studium berechtigt, vgl. Zugangsvoraussetzungen (Kopie)
  • Sämtliche Zeugnisse der "Grundausbildung Osteopathie "bei Wunsch auf Anrechnung für den Lehrgang

 

Bitte senden Sie Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:

fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center Master
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria

Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!

aufnahmeverfahren

Die BewerberInnen für den Lehrgang zur Weiterbildung gemäß 9 FHStG Osteopathie haben sich einem mehrstufigen Aufnahmeverfahren zu unterziehen, dessen Durchführung Lehrgangsleitung obliegt.

 

Für die Anmeldung im Lehrgang Osteopathie hat die/der BewerberIn die Bewerbungsunterlagen (Anmeldeformular einschließlich aller geforderten Unterlagen) innerhalb der festgesetzten Anmeldezeit einzureichen. Die Unterlagen werden hinsichtlich ihrer Vollständigkeit und der Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen überprüft und vertraulich behandelt.

 

Eignungsprüfung

Ziel der Eignungsprüfung ist es, die qualifiziertesten BewerberInnen durch Erhebung studienrelevanter Faktoren (facheinschlägige, persönliche, soziale Kompetenzen) zu erfassen. Die Eignungsprüfung besteht aus den Teilen

 

Evaluierung der schriftlichen Unterlagen
Biografie (Form der Bewerbung, Curriculum Vitae, Motivationsschreiben, Bestätigungen über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeiten, Zeugnisse anderer Bildungseinrichtungen)

 

Aufnahmegespräch
Falls die Anzahl der BewerberInnen höher ist als die Anzahl der Lehrgangsplätze wird mit jeder/m BewerberIn ein leitfadengestütztes Gespräch geführt, das aus Gründen der Vertraulichkeit nicht öffentlich ist. In diesem Gespräch hat die/der BewerberIn die Gelegenheit, Fähigkeiten und Kenntnisse nachzuweisen, die für den Studienerfolg von Bedeutung sein können. Solche Kriterien sind insbesondere die Motivation, die Eignung und die Begabung der/des BewerberIn für das Studium und die angestrebte Zusatzqualifikation.

 

Das Gespräch wird von der Lehrgangsleitung und einem Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals geführt. Die Beurteilung des Gespräches erfolgt unabhängig voneinander, wobei über das Gespräch und die Aspekte der Beurteilung ein Protokoll geführt wird.

 

Die zur Reihung führenden Bewertungen werden dokumentiert und sind somit überprüfbar und nachvollziehbar. Pro BewerberIn wird ein Bewerbungsakt angelegt, in dem alle Ergebnisse festgehalten werden.

 


 

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Infobox
Abschluss
Master of Science in Osteopathie (MSc. Ost.)
Regelstudiendauer
5 Semester
Studienart
Berufsbegleitend
ECTS
120
Lehrgangsorte
Innsbruck (Ö)
Gent (B)
Berlin (D)
Neuss (D)
Lehrgangsplätze
Pro Lehrgangsort 16
 
akkreditiert durch die AHPGS – Akkreditierungsagentur im Bereich Gesundheit und Soziales
 
 
Infobox
Lehrgangsbeginn
Wintersemester 2015/16 in Neuss (D)
Lehrgangsgebühren
€ 1.750,- pro Semester,
jeweils vom 1. bis 4. Semester
 
Standort Neuss:
€ 1.950,- pro Semester,
jeweils vom 1. bis 4. Semester
1. bis 5. Semester
Kontakt
Lehrgangsleiterin
Mag. Claudia Wiederin
T +43 512 5322-76759
 
Studien-Service Center Master
Lehrgangsorte Gent, Neuss:
Bettina Kaufmann, BA, MAS
Büro 3. Stock/Raum 322
T +43 512 5322-76718
F +43 512 5322-6776718
E bettina.kaufmann@fhg-tirol.ac.at
 
Lehrgangsorte Innsbruck, Berlin:
Marlene Mayr, BA
Büro 3. Stock/Raum 324
T +43 512 5322-76714
F +43 512 5322-6776714
E marlene-luise.mayr@fhg-tirol.ac.at