suchtarbeit
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studium
berufsbild

AbsolventInnen des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Master of Science in Suchtarbeit sind mit abhängigkeitsgefährdeten bzw. abhängigkeitserkrankten Personen und deren Angehörigen in der Präventionsarbeit, im Krisenmanagement, in der Rehabilitation, in der Medienarbeit, bei Schulung, Beratung und Therapie und in der Lehre tätig. Im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit handeln und agieren sie basierend auf ihrer in Vorqualifizierungen erworbenen Berufsberechtigung im medizinischen und/oder psychosozialen Bereich. 

 

Die im Studium neu erworbenen bzw. vertieften Kompetenzen führen nicht zu einer therapeutischen Tätigkeitsberechtigung, insofern diese nicht durch eine bereits vorhandene, gesetzliche Berufsberechtigung in einem Gesundheitsberuf vorhanden ist. 

zielsetzung

Abhängigkeitserkrankungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen der heutigen Gesellschaft. Neue psychoaktive Substanzen, Neuro-Enhancement und nicht substanzgebundene Verhaltensweisen, wie Handy- oder Internetsucht, bedeuten zudem auch neue Herausforde¬rungen in der Suchtarbeit. Analog zur wachsenden Anzahl von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen bzw. Abhängigkeitsgefährdung steigt die Nachfrage nach gut ausgebildeten ExpertInnen, welche die komplexen Zusammenhänge in der Suchtarbeit auch über den Tellerrand ihrer Disziplin hinaus verstehen.

perspektiven

Im Lehrgang eigenen sich die Studierenden ein fundiertes, evidenzbasiertes Wissen über Entstehung und Verbreitung von Abhängigkeitserkrankungen sowie Theorien und Modelle der Prävention, Betreuung, Beratung und Therapie an. Dabei lernen sie von internationalen Vortragenden und erhalten einen ausgewogenen Überblick über die biologischen, psychotherapeutischen und sozialpsychologischen Aspekte der Suchtarbeit. 

 

Durch diesen ganzheitlichen Zugang agieren sie nach Abschluss als hoch qualifizierte ExpertInnen in interdisziplinären Teams und betreuen abhängigkeitsgefährdete bzw. abhängigkeitserkrankte Menschen und deren Angehörige im Rahmen ihrer aus Vorqualifizierungen erworbenen gesetzlichen Berufsberechtigung.

 

Begleitende Seminare aus dem Bereich Kommunikation und Führung bereiten die Studierenden stufenweise auf erweiterte Rollen in ihrer beruflichen Praxis, wie beispielsweise Leitungsfunktionen, eine Forschungstätigkeit oder Selbstständigkeit, vor. Kombiniert mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Inhalte und persönlichen Weiterentwicklung im Studium verschaffen ihnen diese Qualifikationen einen wertvollen Kompetenzvorsprung für ihre weitere Karriere.

studieninhalte

Der Aufbau des Curriculums konzentriert sich neben der Stärkung der sozialkommunikativen und Selbstkompetenzen vor allem auf die Vermittlung und Stärkung der fachlich-methodischen und wissenschaftlichen Kompetenzen.

 

Zu Beginn des Studiums erwerben die Studierenden die Hintergründe für das Feld der Suchtarbeit aus den Bereichen Medizin, Naturwissenschaft sowie Sozial- und Geisteswissenschaft. Sie setzen sich mit Abhängigkeitserkrankungen, Krisentheorien, Epidemiologie von Abhängigkeitserkrankungen und Risikogruppen auseinander. Des Weiteren erarbeiten sie sich ein profundes Wissen über anerkannte Therapieformen, sodass sie später – entsprechend ihrer Berufsberechtigung – KlientInnen und PatientInnen beraten und therapeutische Schritte entsprechend ihrer Berufsberechtigung einleiten, koordinieren oder selbst durchführen können. Die Themen Recht, Drogenpolitik und Prävention runden den Studienplan auf fachlicher Ebene ab.

 

Das Praxisprojekt im dritten Semester kann in den beruflichen Alltag integriert werden. Um den persönlichen Blickwinkel zu erweitern und die interdisziplinären Kompetenzen zu schärfen, absolvieren die Studierenden das Berufspraktikum im vierten Semester in einem Bereich der Suchtarbeit, der nicht in ihrem alltäglichen Arbeitsumfeld abgedeckt wird.

 

Mit den für die Suchtarbeit relevanten Aspekten des Projektmanagements, des Qualitäts- und Prozessmanagements sowie der Betriebswirtschaftslehre befassen sich die Studierenden ebenso wie mit adäquaten Reflexions- und Kommunikationstechniken. Letzteres ist zentral, damit sie Fakten aus der Suchtarbeit für unterschiedliche Zielgruppen didaktisch aufbereiten und zugänglich machen können. Auch die Medien- und Krisenkompetenz, insbesondere die Bedeutung der neuen Medien in der Suchtprävention, werden geschult.

 

In den Modulen Forschung 1 bis 4 lernen die Studierenden den adäquaten Einsatz ausgewählter Forschungsmethoden kennen und beschäftigen sich mit der Validierung und Interpretation von Studienergebnissen. Die Publikation und Dissemination einer wissenschaftlichen Arbeit werden ebenso thematisiert wie ihre ExpertInnen-Rolle in wissenschaftlichen Diskussionen oder die Themen Datenschutz, Gender und Diversity. Den Abschluss bildet die Masterarbeit, mit der sie sich in einem frei gewählten Bereich der Suchtarbeit weiter spezialisieren.

 

Die Studieninhalte sind im Curriculum festgelegt. 

lehrveranstaltungstermine

Der Lehrgang Master of Science in Suchtarbeit umfasst fünf Semester, ist berufsbegleitend und in Blockwochenenden bzw. Blockwochen organisiert. Zur einfacheren Koordination mit der beruflichen Tätigkeit erhalten die Studierenden bereits vor Studienbeginn die Termine aller Lehrveranstaltungen:

 

Lehrveranstaltungstermine Start Wintersemester 2019/20: (Änderungen vorbehalten)

 

Termine folgen

 

Im Sinne eines optimalen Theorie-Praxis-Transfers setzen voraus, dass die Studierenden parallel zum Studium einer einschlägigen Berufspraxis nachgehen.

bewerbung
zielgruppe

Zielgruppe des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Master of Science in Suchtarbeit sind Personen aus dem medizinischen, psychologischen, psychotherapeutischen, pädagogischen und sozialen Kontext aus dem deutschsprachigen europäischen Raum, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Kontakt mit Abhängigkeitserkrankten oder Abhängigkeitsgefährdeten haben.

zugangsvoraussetzungen

Für den Lehrgang zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Master of Science in Suchtarbeit zugelassen sind BewerberInnen, die eine inländische oder anerkannte ausländische
abgeschlossene Berufsausbildung mit folgenden Abschlüssen vorweisen:

 

Abschluss im medizinischen Kontext

  • FH-Bachelor-Studiengang in den medizinisch-technischen Diensten, der Hebamme, in der Gesundheits- und Krankenpflege oder Musiktherapie
  • Hochschul-Studium auf Bachelor-Ebene in Pflege- oder Gesundheitswissenschaften, Biologie, Pharmazie, Sportwissenschaften
  • Studium der Medizin

 

Abschluss im psychologischen und psychotherapeutischen Kontext

  • Hochschul-Studium auf Bachelor-Ebene in Psychologie 
  • Studium auf Bachelor-Ebene und Psychotherapie-Ausbildung 

 

Abschluss im pädagogischen Kontext

  • Hochschul-Studium auf Bachelor-Ebene in Pädagogik, Erziehungswissenschaften
  • Pädagogische Hochschule, Lehramtsstudium

 

Abschluss im sozialen Kontext

  • Hochschul-Studiums auf Bachelor-Ebene in Soziale Arbeit, Theologie

Eine laufende, mindestens einjährige, einschlägige Berufserfahrung sowie eine facheinschlägige Berufstätigkeit während des Lehrganges ist gefordert, damit die Studierenden die im Lehrgang erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen ins Berufsfeld übertragen und die Masterarbeit im beruflichen Kontext verfassen können.

Das vorausgesetzte fachliche Niveau der Kernfachbereiche hat mindestens zu umfassen:

 

bewerbungsunterlagen
  • Anmeldeformular
  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterfertigt
  • Maturazeugnis (Kopie)
  • Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit
  • Geburtsurkunde (Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Kopie) bzw. bei nicht-österreichischen BewerberInnen eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises
  • ggf. Heiratsurkunde (Kopie)
  • Abschlussurkunde, die zum Studium berechtigt, vgl. Zugangsvoraussetzungen  (Kopie)

 

Bitte senden Sie Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:

 
fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center Master
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria

 

Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!

 

aufnahmeverfahren

Die Bewerbung für den Lehrgang zur Weiterbildung Master of Science in Suchtarbeit ist bis spätestens Anmeldeschluss unter Verwendung des standardisierten Anmeldeformulars sowie der geforderten Unterlagen einzureichen.

 

Evaluierung der schriftlichen Unterlagen 
Die eingereichten Bewerbungsunterlagen werden auf Inhalt, Form und Vollständigkeit evaluiert. Der berufliche Werdegang sowie das geforderte Motivationsschreiben finden in der Evaluierung eine besondere Berücksichtigung.

 

Aufnahmegespräch
Mit jeder/jedem BewerberIn wird ein leitfadengestütztes Gespräch geführt, das aus Gründen der Vertraulichkeit nicht öffentlich ist. In diesem Gespräch hat die/der BewerberIn die Gelegenheit, Fähigkeiten und Kenntnisse nachzuweisen, die für den Studienerfolg von Bedeutung sein können. Solche Kriterien sind insbesondere die Motivation, die Eignung und die Begabung der/des Bewerberin/Bewerbers für das Studium und die angestrebte Zusatzqualifikation.

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Infobox
Abschluss
Master of Science in Suchtarbeit
Lehrgangsdauer
5 Semester
Lehrgangsart
Berufsbegleitend
ECTS
120
Lehrgangsplätze
mind. 15
Infobox
Lehrgangsgebühren
werden noch bekannt gegeben
Termine
Bewerbung 2019
laufend möglich
Lehrgangsbeginn
voraussichtlich Wintersemester 2019/20
Kontakt
Lehrgangsleiter
Univ.-Prof. Dr. Christian Haring, MSc
 
Studien-Service-Center Master
Lisa Lotritsch, BSc
Büro 3. Stock/Raum 322
T +43 512 5322-76714
F +43 512 5322-6776714