Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Akademischer Lehrgang

Als ExpertIn in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege begleiten Sie Menschen mit psychischen und neurologischen Störungen in verschiedenen Krisensituationen.

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Lehrgang im Überblick

Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege

Abschluss
Akademische/r ExpertIn in der
Psychiatrischen Gesundheits-
und Krankenpflege
Lehrgangsdauer
3 Semester, 75 ECTS
Organisationsform
Vollzeit
berufsbegleitend (bei ausreichender 
TeilnehmerInnenzahl)
Unterrichtssprache
Deutsch
Lehrgangsplätze 
20 pro Aufnahme

Bewerbung

Bewerbung
29. Mai 2020
Lehrgangsbeginn
Herbst 2020
 
Kontakt
Studien-Service-Center Lehrgänge
Büro 10. Stock
Barbara Bratusek
T +43 512 5322-75208
E-Mail senden

Gebühren* im Überblick

AZW-Lehrgangsgebühr (zzgl. 10 % USt.)
  • € 4.150,00 
fhg-Lehrgangsgebühr

 

*Änderungen vorbehalten

Beruf und Perspektiven

Welche Perspektiven bietet Ihnen der Lehrgang?

Als ExpertIn in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege betreuen und unterstützen Sie ressourcenorientiert psychisch und neurologisch erkrankte Menschen. Dabei sind Ihre Empathie und Ihre Wertschätzungskompetenz gefragt, um eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zu den betroffenen Personen aufzubauen. Im Rahmen Ihrer pflegerischen Interventionen begegnen Sie Menschen mit vielfältigen Krankheitsbildern wie z. B.: 

  • Abhängigkeitserkrankungen: Menschen, die sich aus einer für sie quälenden, unbewältigten Wirklichkeit in Rausch und Betäubung geflüchtet haben.
  • Affektive Störungen: Menschen mit Depressionen, die in einer Traurigkeit und Antriebslosigkeit gefangen und/oder Menschen mit Manien, die durch ihren ungehemmten Antrieb und ihr übersteigertes Selbstwertgefühl einer Kritikeinschränkung unterliegen und dadurch Handlungen setzen, die sie in ihrer körperlichen und sozialen Existenz bedrohen sowie ihre Umwelt gefährden.
  • Persönlichkeitsstörungen: Menschen, die auf Grund von Beziehungsstörungen mit sich selbst und der Umwelt in Konflikt geraten sind.
  • Schizophrene Störungen: Menschen, deren Symptome fast alle Bereiche des inneren Erlebens betreffen, wie Wahrnehmung, Denken, Gefühls- und Gemütsleben sowie Antrieb.
  • Neurologische Störungen: Menschen, die bei der Lösung von Alltagsproblemen auf fachliche Hilfe angewiesen sind.

Entsprechend sind Ihre Berufsaussichten vielfältig und vielversprechend. Als AbsolventIn des Lehrgangs stellen Sie Ihre pflegerische Expertise im Akutbereich und bei der Pflege chronisch erkrankter Menschen auf Psychiatrie- bzw. Neurostationen oder in Betreuungs- und Beratungseinrichtungen unter Beweis.

Studienplan

Was erwartet Sie im Lehrgang?
Das Curriculum ist in einer engen Verschränkung zwischen Theorie und Praxis aufgebaut. Auf fachlicher Ebene lernen Sie zunächst die mannigfaltigen psychiatrischen und neurologischen Krankheitsbilder kennen. In der Folge vertiefen Sie Ihre praktischen Fertigkeiten, um die gängigen Methoden und Werkzeuge im Zusammenhang mit psychiatrischen und neurologischen Interventionen empathisch anwenden zu können.  

Ihre Berufspraktika absolvieren Sie u.a. im Akutbereich, in der Langzeitpsychiatrie, in der Neurologie aber auch im extramuralen Bereich. Dort übertragen Sie Ihre erworbenen Fertigkeiten und Kompetenzen und trainieren die Aufgaben und Tätigkeiten bei der situationsadäquaten und individuellen Beobachtung, Betreuung, Überwachung und Pflege Ihrer PatientInnen.

Sozialkommunikative Fähigkeiten spielen in der Pflege von PatientInnen mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen eine große Rolle. Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet in der Regel ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und ist deshalb als Stresssituation anzusehen. Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation bereiten Sie stufenweise auf den Umgang mit psychisch und neurologisch kranken PatientInnen sowie deren Angehörige vor. Gleichzeitig lernen Sie auf ihre eigenen Grenzen zu achten und können in schwierigen Situationen professionelle Distanz halten.

Im Rahmen von praxisbezogenen Lehrveranstaltungen werden auch Problem- und Grenzbereiche in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege angesprochen. Dies dient vor allem auch zur Stärkung Ihrer Selbstkompetenz im Umgang mit schwierigen Situationen. In Kleingruppen diskutieren Sie Themen aus der Medizin- und Pflegeethik, um ein grundlegendes Verständnis in diesem Bereich zu erhalten.

In allen Lehrveranstaltungen legen wir Wert auf die Vermittlung von evidenzbasiertem Wissen und möchten Sie zur kritischen Reflexion anregen. Besonders während dem Verfassen Ihrer schriftlichen Abschlussarbeit erhalten Sie einen Einblick in den wissenschaftlichen Forschungsprozess und können Ihre kritische Reflexionsfähigkeit erproben.

Studienplan 1. Semester

Module
LV-TypSWSECTS
Medizinische Grundlagen, Psychopathologie, psychiatrische und neurologische KH-Lehre, PharmakologieVO
4,0
4,0
Begleitseminar Abschlussarbeit 1
KO
1,0
1,0
Geschichte, Berufsbild und transkulturelle Aspekte der Pflege
VO
1,5
1,5
Arbeitsfelder, Dokumentation und Problembereiche der psychiatrischen GuK
VO
2,0
2,0
Psychiatrie und Gesellschaft
VO
1,0
1,0
Menschen mit akuten und chronischen psychiatrischen Störungen I
VO
2,0
2,0
Neurologisch erkrankte Menschen
VO
2,0
2,0
Krisen und Notlagen I
ILV
1,5
1,5
Pflege von alten Menschen, Palliativpflege I
ILV
1,0
1,0
Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Sozialhygiene I
ILV
2,0
2,0
Berufsspezifische Rechtsgrundlagen
VO
1,0
1,0
Intelligenzminderung
UE
1,0
1,0
Berufspraktikum I
PR

10,0

Studienplan 2. Semester

ModuleLV-TypSWSECTS
Menschen mit organischem Psychosyndrom
ILV
1,0
1,0
Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen
VO2,0
2,0
RechtsbrecherInnen und Deeskalation
VO
2,0
2,0
Menschen mit akuten und chronischen psychischen Störungen II
VO
1,0
1,0
Kreativitätstraining
UE
1,0
1,0
Krisen und Notlagen II
ILV1,5
1,5
Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie
SE
1,5
1,5
Pflege von alten Menschen, Palliativpflege II
ILV
1,0
1,0
Gerontologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie
ILV
1,0
1,0
Begleitseminar Abschlussarbeit II
KO
1,0
1,0
Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Sozialhygiene II
SE
2,0
2,0
Berufspraktikum II
PR

15,0

Studienplan 3. Semester

ModuleLV-TypSWSECTS
Gesprächsführung, psychosoziale Betreuung und AngehörigenarbeitUE
1,0
1,0
Supervision
UE
1,5
1,5
Berufspraktikum 3
PR

7,5
Strukturen und Einrichtungen der gesundheitlichen und sozialen Versorgung, Organisationslehre
VO
1,0
1,0
Wissenschaftsbezogenes Berufspraktikum
PR
1,0
1,0
Schriftliche Abschlussarbeit


3,0

Lehrveranstaltungen

Der Lehrgang umfasst drei Semester und ist in Wochenblöcken Montag bis Freitag von 08.00 bis 19.00 Uhr in Form von Präsenzunterricht und Onlinephase (Blended eLearning) organisiert.

In allen Lehrveranstaltungen besteht Anwesenheitspflicht. Die Abschlussprüfung ist ein integrativer Bestandteil der theoretischen Ausbildung.

Termine

Lehrgang 2018/19
Blockwochen
  • 29.10.2018 -08.02.2019
  • 11.03.2019 - 26.04.2019
  • 15.07.2019 - 14.08.2019
  • 21.10.2019 - 31.10.2019
Abschlussfeier
  • 29.11.2019
Lehrgang 2019/20
Blockwochen
  • 28.10.2019 - 07.02.2020
  • 09.03.2020 - 24.04.2020
  • 13.07.2020 - 14.08.2020
  • 19.10.2020 -  30.10.2020
Prüfungen
  • KW 46 und 47 2020
Abschlussfeier
  • 27.11.2020

Bewerbung und Aufnahme

Zugangsvoraussetzungen

Welche Qualifikationen und Interessen sollten Sie mitbringen?

Der Lehrgang Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege richtet sich an Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege bzw. an Pflegepersonen, die bereits in diesem Bereich tätig sind.

Bewerbungsunterlagen

Welche Unterlagen benötigen Sie für die Bewerbung?

Ihre vollständige Bewerbung umfasst folgende Unterlagen:

  • Anmeldeformular
  • Antrag Taschengeld
  • Infektionsschutzanforderung
  • Bestätigung über die gesundheitliche Eignung
  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterschrieben
  • Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschaftsnachweis bzw. bei nicht-österreichischen BewerberInnen eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises
  • ggf. Heiratsurkunde (jeweils eine Kopie)
  • Zeugnis des höchsten Schulabschlusses z.B. Maturazeugnis, Zeugnis Berufsreifeprüfung, etc.
  • Diplom beglaubigte Kopie (für Personen, die im Dienstverhältnis mit der Tirol Kliniken GmbH stehen oder am AZW diplomiert haben, genügt eine Kopie)
  • oder Kopie des Berufsausweises (Gesundheitsregister) 
  • Zeugnis 3. Ausbildungsjahr (Kopie)
  • Berufsanerkennung (betrifft nur Nicht-EU/EWR-Bürger)
  • Einzahlungsbeleg Anmeldegebühr
  • Einzahlungsbeleg Selbstkostenanteil für Personal der tirol kliniken

Variantenmodell zum Besuch des Lehrgangs

Taschengeld (begrenzte Anzahl)
  • Besuchen Sie den Lehrgang im Rahmen des Taschengeldmodelles, erhalten Sie monatlich ein Taschengeld in der Höhe von € 800,- brutto (14x jährlich) und sind über das AZW bei der Tiroler Gebietskrankenkasse versichert. Der Taschengeldbezug ist an einen Ausbildungsvertrag gebunden. Der Anspruch auf das Taschengeldmodell gilt nur, wenn der Lehrgang direkt im Anschluss an die Diplomausbildung bzw. zum ehest möglichen Starttermin begonnen wird.
Bildungskarenz
  • Für MitarbeiterInnen der tirol kliniken besteht die Möglichkeit einer Bildungskarenz nach Eignung bzw. Empfehlung durch die Pflegedienstleistung für Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege. Nähere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.
  • Absolvieren Sie den Lehrgang im Rahmen der Bildungskarenz, können Sie in Zusammenhang mit einem Ausbildungsdarlehen zusätzlich ein vermindertes Taschengeld in der Höhe von € 100,- beantragen. Die Ausbildungskosten werden von Ihnen getragen.
Bildungsteilzeit
  • Für MitarbeiterInnen der tirol kliniken besteht die Möglichkeit einer Bildungsteilzeit. Nähere Informationen dazu finden ist in der entsprechenden Betriebsvereinbarung der tirol kliniken.
Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses
  • Absolvieren Sie den Lehrgang im Rahmen eines Dienstverhältnisses und  werden die Lehrgangsgebühren von Ihrem Dienstgeber übernommen, senden wir Ihnen die Rechnung der Lehrgangsgebühr per E-Mail. Die Rechnung ist prompt und ohne jeglichen Abzug vor Lehrgangsbeginn zu begleichen.
SelbstzahlerInnen
  • Werden die Lehrgangsgebühren von Ihnen übernommen, erhalten Sie die Rechnung vor Lehrgangsbeginn von uns per E-Mail. Diese ist prompt, ohne jeglichen Abzug und vor Lehrgangsbeginn zu begleichen.
Sonstige Förderungen
  • Erhalten Sie von Institutionen wie z.B. AMS oder AUVA Förderungen sind Sie nicht über das AZW bei der Tiroler Gebietskrankenkasse versichert. In Verbindung mit einem Ausbildungsdarlehen kann ein Antrag von Ihnen auf Taschengeld in Höhe von Euro 100,- gestellt werden, muss aber im Einzelnen geprüft werden.

Aufnahmeverfahren

Wie sieht Ihr Aufnahmeverfahren aus?

Das Aufnahmeverfahren besteht aus zwei Teilen. 
1. Aufnahmegespräch

Das Aufnahmegespräch bietet Ihnen die Gelegenheit, Fähigkeiten und Kenntnisse, die für den Lehrgangserfolg von Bedeutung sind, umfassend nachzuweisen. Kriterien sind insbesondere die Motivation, die Eignung und die Begabung für das Studium und die angestrebte Zusatzqualifikation. Das Ergebnis der Zulassungsprüfung wird negativ beziehungsweise als genügend bewertet.

2. Evaluierung der schriftlichen Unterlagen

Anhand der eingereichten Unterlagen wird die Erfüllung Ihrer formalen Zugangsvoraussetzungen überprüft. Ihr beruflicher Werdegang sowie das Motivationsschreiben finden in der Evaluierung eine besondere Berücksichtigung.

Weitere Informationen zur Aufnahme in den Studiengang finden Sie in der Aufnahmeordnung.

Voraussetzung für eine Aufnahme ist die positive Absolvierung des Aufnahmegesprächs. 

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