Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Akademischer Lehrgang

Als ExpertIn in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege begleiten Sie Menschen mit psychischen und neurologischen Störungen in verschiedenen Krisensituationen.

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Lehrgang im Überblick

Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Abschluss
Akademische/r ExpertIn in der
Psychiatrische
Gesundheits- und Krankenpflege
Lehrgangsdauer
3 Semester, 80 ECTS
Organisationsform
berufsbegleitend
Unterrichtssprache
Deutsch
Lehrgangsplätze 
20 pro Aufnahme

Bewerbung

Bewerbung
bis 28.05.2021
Lehrgangsbeginn
02.11.2021
 
Kontakt
Studien-Service-Center Lehrgänge
Büro 8. Stock
Barbara Bratusek
T +43 512 5322-75208
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Gebühren* im Überblick

AZW-Lehrgangsgebühr (zzgl. 10 % USt.)
  • € 4.600,00
fhg-Lehrgangsgebühr

*Änderungen vorbehalten

Beruf und Perspektiven

Welche Perspektiven bietet Ihnen der Lehrgang?

Als ExpertIn in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege betreuen und unterstützen Sie ressourcenorientiert Menschen mit psychischen und neurologischen Störungen aller Altersstufen. Dabei sind Ihre Empathie und Ihre Wertschätzungskompetenz gefragt, um eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zu den betroffenen Personen aufzubauen. Im Rahmen Ihrer pflegerischen Interventionen begegnen Sie Menschen mit vielfältigen psychischen und neurologischen Störungsbildern in verschiedenen Krisensituationen wie z. B.: 

  • Abhängigkeitserkrankungen: Menschen, die sich aus einer für sie quälenden, unbewältigten Wirklichkeit in Rausch und Betäubung geflüchtet haben.
  • Affektive Störungen: Menschen mit Depressionen, die in einer Traurigkeit und Antriebslosigkeit gefangen und/oder Menschen mit Manien, die durch ihren ungehemmten Antrieb und ihr übersteigertes Selbstwertgefühl einer Kritikeinschränkung unterliegen und dadurch Handlungen setzen, die sie in ihrer körperlichen und sozialen Existenz bedrohen sowie ihre Umwelt gefährden.
  • Persönlichkeitsstörungen: Menschen, die auf Grund von Beziehungsstörungen mit sich selbst und der Umwelt in Konflikt geraten sind.
  • Schizophrene Störungen: Menschen, deren Symptome fast alle Bereiche des inneren Erlebens betreffen, wie Wahrnehmung, Denken, Gefühls- und Gemütsleben sowie Antrieb.
  • Neurologische Störungen: Menschen, die bei der Lösung von Alltagsproblemen auf fachliche Hilfe angewiesen sind.

Entsprechend sind Ihre Berufsaussichten vielfältig und vielversprechend. Als AbsolventIn des Lehrgangs stellen Sie Ihre pflegerische Expertise im Akutbereich und bei der Pflege chronisch erkrankter Menschen auf Psychiatrie- bzw. Neurostationen oder in Betreuungs- und Beratungseinrichtungen unter Beweis.

Studienplan

Was erwartet Sie im Lehrgang?
Das Curriculum ist in einer engen Verschränkung zwischen Theorie und Praxis aufgebaut. Auf fachlicher Ebene lernen Sie zunächst die mannigfaltigen psychiatrischen und neurologischen Krankheitsbilder kennen. In der Folge vertiefen Sie Ihre praktischen Fertigkeiten, um die gängigen Methoden und Werkzeuge im Zusammenhang mit psychiatrischen und neurologischen Interventionen empathisch anwenden zu können.  

Ihre Berufspraktika absolvieren Sie u.a. im Akutbereich, in der Langzeitpsychiatrie, in der Neurologie aber auch im extramuralen Bereich. Dort übertragen Sie Ihre erworbenen Fertigkeiten und Kompetenzen und trainieren die Aufgaben und Tätigkeiten bei der situationsadäquaten und individuellen Beobachtung, Betreuung, Überwachung und Pflege Ihrer PatientInnen.

Sozialkommunikative Fähigkeiten spielen in der Pflege von PatientInnen mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen eine große Rolle. Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet in der Regel ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und ist deshalb als Stresssituation anzusehen. Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation bereiten Sie stufenweise auf den Umgang mit psychisch und neurologisch kranken PatientInnen sowie deren Angehörige vor. Gleichzeitig lernen Sie auf ihre eigenen Grenzen zu achten und können in schwierigen Situationen professionelle Distanz halten.

Im Rahmen von praxisbezogenen Lehrveranstaltungen werden auch Problem- und Grenzbereiche in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege angesprochen. Dies dient vor allem auch zur Stärkung Ihrer Selbstkompetenz im Umgang mit schwierigen Situationen. In Kleingruppen diskutieren Sie Themen aus der Medizin- und Pflegeethik, um ein grundlegendes Verständnis in diesem Bereich zu erhalten.

In allen Lehrveranstaltungen legen wir Wert auf die Vermittlung von evidenzbasiertem Wissen und möchten Sie zur kritischen Reflexion anregen. Besonders während dem Verfassen Ihrer schriftlichen Abschlussarbeit erhalten Sie einen Einblick in den wissenschaftlichen Forschungsprozess und können Ihre kritische Reflexionsfähigkeit erproben.

Studienplan 1. Semester

ModuleLV-TypSWSECTS
Medizinische Grundlagen, Psychopathologie, psychiatrische und neurologische Krankeitslehre, PharmakologieVO4,04,0
Berufskunde und Berufsspezifische RechtsgrundlagenVO1,51,5
Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Sozialhygiene 1VO2,02,0
Psychiatrie und Gesellschaft sowie Strukturen und Einrichtungen in der psychiatrischen Gesundheits- und KrankenpflegeILV1,51,5
Menschen mit aktuen und chronischen psychiatrischen Störungen 1VO2,02,0
Neurologische Gesundheits- und KrankenpflegeVO2,02,0
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und EntwicklungsverzögerungVO2,02,0
Gesprächsführung in der psychosozialen BetreuungILV1,51,5
Psychosoziale Problembereiche und DeeskalationSE1,52,0
Extramurale psychosoziale Pflege und KriseninterventionILV1,01,5
Wissenschaftliches Arbeiten im BerufsfeldVO1,01,0
Evidence based NursingILV1,01,5
Berufspraktikum 1PR
7,5

Studienplan 2. Semester

ModuleLV-TypSWSECTS
Menschen mit akuten und chronischen psychischen Störungen 2VO1,51,5
Pflegerisches DelirmanagementVO1,01,0
Menschen mit AbhängigkeitserkrankungenVO2,02,0
Psychogeriatrische- und PalliativpflegeILV2,03,0
Ergotherapeutische Aspekte im psychiatrischen SettingSE1,52,0
Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Sozialhygiene 2SE2,03,0
Psychosoziale Notlagen und KommunikationILV1,01,5
Praxisreflexion und PsychohygieneUE1,01,0
Alters- und AlternwissenschaftILV1,01,5
LiteraturrechereUE1,01,0
Berufspraktikum 2PR
12,5

Studienplan 3. Semester

ModuleLV-TypSWSECTS
Arbeitsfeld und komplementärer VersorgungsbereichVO1,01,0
Berufsethik und forensisch-psychiatrische PflegeILV1,01,5
Forschendes Lernen im Berufsfeld (Abschlussarbeit)SE1,03,5
Praxistransfer und Publikation von ForschungsergebnissenILV1,01,5
Berufspraktikum 3PR
12,5

Lehrveranstaltungen

Der Lehrgang umfasst drei Semester und ist in Blockwochen Montag bis Freitag und in Blocktagen Donnerstag bis Freitag von 08:00 bis 19:00 Uhr in Form von Präsenzunterricht und Onlinephasen (Distance Learning) organisiert. 

Termine

Start Wintersemester 2021/22

1. - 3. Semester

Praktika
  • Block 1: 28.02.2022 bis 10.04.2022 (KW 09 - KW 14)
  • Block 2: 25.07.2022 bis 09.10.2022 (KW 30 - KW 40)
  • Block 3: 06.02.2023 bis 19.03.2023 (KW 06 - KW 11)
Kommissionelle Abschlussprüfungen
  • 27.03.2023 bis 07.04.2023 (KW 13 - KW 14)
    Die Prüfungen finden an zwei Tagen innerhalb dieser zwei Kalenderwochen statt.
Abschlussfeier
  • voraussichtlich Fr. 14.04.2023 (KW 15)
Ferien
  • 27.12.2021 bis 09.01.2022
  • 11.04.2022 bis 17.04.2022
  • 11.07.2022 bis 24.07.2022
  • 10.10.2022 bis 16.10.2022
  • 26.12.2022  bis 08.01.2023

Bewerbung und Aufnahme

Zugangsvoraussetzungen

Welche Qualifikationen und Interessen sollten Sie mitbringen?

Der Lehrgang Akademische/r ExpertIn in der Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege richtet sich an Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege bzw. an Pflegepersonen mit:

  • Diplom im gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege an einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule bzw. gleichwertiger ausländischer Abschluss
  • Abschluss eines FH-Bachelor-Studienganges Gesundheits- und Krankenpflege oder eines gleichwertigen ausländischen Abschlusses

Bewerbungsunterlagen

Welche Unterlagen benötigen Sie für die Bewerbung?

Ihre vollständige Bewerbung umfasst folgende Unterlagen:

  • Anmeldeformular​
  • Infektionsschutznachweis
  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterschrieben
  • Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit
  • Geburtsurkunde
  • Staatsbürgerschaftsnachweis bzw. bei nicht-österreichischen BewerberInnen eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises
  • ggf. Heiratsurkunde (jeweils eine Kopie)
  • Zeugnis des höchsten Schulabschlusses z.B. Maturazeugnis, Zeugnis Berufsreifeprüfung, etc.
  • Diplom bzw. Bachelorurkunde beglaubigte Kopie (für Personen, die im Dienstverhältnis mit der Tirol Kliniken GmbH stehen oder am AZW diplomiert haben, genügt eine Kopie)
  • oder Kopie des Berufsausweises (Gesundheitsregister) 
  • Zeugnis 3. Ausbildungsjahr (Kopie)
  • Berufsanerkennung (betrifft nur Nicht-EU/EWR-Bürger)
  • Einzahlungsbeleg Anmeldegebühr
  • Einzahlungsbeleg Selbstkostenanteil für Personal der tirol kliniken

Aufnahmeverfahren

Wie sieht Ihr Aufnahmeverfahren aus?

Das Aufnahmeverfahren besteht aus zwei Teilen. 
1. Evaluierung der schriftlichen Unterlagen

Anhand der eingereichten Unterlagen wird die Erfüllung Ihrer formalen Zugangsvoraussetzungen überprüft. Ihr beruflicher Werdegang sowie das Motivationsschreiben finden in der Evaluierung eine besondere Berücksichtigung.

2. Aufnahmegespräch

Das Aufnahmegespräch bietet Ihnen die Gelegenheit, Fähigkeiten und Kenntnisse, die für den Lehrgangserfolg von Bedeutung sind, umfassend nachzuweisen. Kriterien sind insbesondere die Motivation, die Eignung und die Begabung für den Lehrgang und die angestrebte Zusatzqualifikation. Das Ergebnis der Zulassungsprüfung wird negativ beziehungsweise als genügend bewertet.

Weitere Informationen zur Aufnahme in den Lehrgang finden Sie in der Aufnahmeordnung.

Voraussetzung für eine Aufnahme ist die positive Absolvierung des Aufnahmegesprächs. 

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