Auszeichnung für Sanierung des Gebäudes und Arbeitsgemeinschaft Green-Labs
Gleich zwei Teams der tirol kliniken wurden heuer in Wien mit dem Best Practice Award „Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen“ ausgezeichnet: das Team der Bau und Technik gemeinsam mit seinen Projektpartner:innen für die Sanierung des AZW/fh gesundheit-Gebäudes sowie die Arbeitsgemeinschaft „Green-Labs“ für mehr Nachhaltigkeit im Labor.
Der Best Practice Award „Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen“ des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Abteilung Klimaneutralität und nachhaltige Transformation der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zeichnete 2026 zum vierten Mal Gesundheitseinrichtungen aus, die innovative Klimaschutzprojekte im Gesundheitswesen umsetzen. In der Kategorie „Abfall- und Ressourcenmanagement sowie nachhaltige Beschaffung“ überzeugte die tirol kliniken-Arbeitsgemeinschaft „Green-Labs“. Im Bereich „Gebäude und Energie“ bestätigt die Auszeichnung für die Sanierung des AZW/fh gesundheit-Gebäudes am Innrain 98 einmal mehr die Kompetenz des Teams der Bau und Technik in den Bereichen nachhaltiges Bauen, innovative Energiekonzepte und zukunftsfähige Sanierung.
Klimafit durch erneuerbare Energien und thermische Sanierung
Ein effizientes Energiekonzept und die durchdachte Sanierung des Altbestands des markanten Hochhauses am Innrain 98 machen das Gebäude fit für künftige Anforderungen. Das 18-Millionen-Euro-Projekt wurde gemeinsam von dem gemeinnützigen Wohnbauträger und Eigentümer TIGEWOSI, AZW und fh gesundheit als Hauptnutzerinnen des Gebäudes und den tirol kliniken als Eigentümerin der beiden Bildungseinrichtungen umgesetzt. Die Projektumsetzung wurde mit fachlicher Expertise im Rahmen des INNERGY-Leitprojektes und aus Mitteln des Energie- und Klimafonds unterstützt.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, betont Andreas Huber, Direktor des AZW und Geschäftsführer der fh gesundheit. „Innerhalb nur eines Jahres haben die Sanierungsmaßnahmen das Gebäude in Hinblick auf Ressourcenverbrauch und Hitzeresilienz klimafit gemacht. An der Stelle ein großes Dankeschön an alle Projektbeteiligten und vor allem auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Mittragen der Baumaßnahmen im laufenden Betrieb.“
Im Februar 2025 startete die umfangreiche Sanierung des Gebäudes: Im Zentrum standen ein effizientes Energiekonzept und die umfassende Sanierung des Altbestands. Die CO₂-Emissionen des Gebäudebetriebs konnten damit um rund 95 Prozent reduziert werden. Maßgeblich dafür sind die thermische Sanierung der Gebäudehülle, die Sanierung des Flachdachs sowie die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpe und Photovoltaik. Außerdem wurden Balkone zur Nutzflächenerweiterung integriert und gekühlt wird mit Brunnenwasser. Die Bauarbeiten an der Gebäudehülle wurden im März 2026 abgeschlossen, seit Herbst 2026 sind alle technischen Anlagen in Betrieb.
Klimaschutz im Labor: Von „Green Chemistry“ bis Abfallvermeidung
„Der Best Practice Award für die ‚Green-Labs‘ bestätigt das außergewöhnliche Engagement der Labore und Mitarbeitenden, die Nachhaltigkeit konsequent in den Laboralltag integrieren“, betont Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Heidi Schimatzek (Studiengangsleitung Biomedizinische Analytik an der fh gesundheit) im Rahmen der Auszeichnung. Im Zentrum des Projekts stehen die Verankerung von Nachhaltigkeit durch das innovative Green-Lab-Coach-Modell, Maßnahmen zur Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung, die Reduktion kritischer Stoffe und Prüfung von Alternativen hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen („Green Chemistry“) sowie der systematische Wissensaufbau und Wissenstransfer. Ziel ist es, Nachhaltigkeit als fixen Qualitätsstandard in den Laboren zu etablieren. Die erzielten Einsparungen zeigen eindrucksvoll, dass auch vermeintlich kleine Maßnahmen große Wirkung entfalten können. Im Pilotprojekt zur Arbeitsgemeinschaft wurden beispielsweise im Labor in Hall durch logistische Umstellungen 60 Prozent der Laborversandbeutel eingespart. Auch haben beteiligte Labore im Pilotprojekt verwendete Chemikalien durch Alternativen mit geringerem Umweltbelastungspotenzial ersetzt.
Gratulation zur Auszeichnung
„Klimaschutz und Gesundheit hängen zusammen – es liegt also in unserer Verantwortung, eine gesunde Zukunft zu gestalten. Diese Auszeichnungen bestätigen unseren Weg, Schritt für Schritt in allen Bereichen unseres Unternehmens nachhaltige Veränderungen umzusetzen. Das funktioniert nur mit dem Engagement der Expert:innen in den jeweiligen Bereichen. Deshalb herzlichen Dank und Gratulation zu dieser Auszeichnung an beide Projektteams“, so Stefan Deflorian, Kaufmännischer Geschäftsführer der tirol kliniken.
„Wer heute in klimafreundliche Strukturen investiert, stärkt auch nachhaltig die Gesundheit der Menschen in Tirol“, betont auch Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele und überbringt ihre Glückwünsche: „Diese Projekte zeigen eindrücklich, dass Nachhaltigkeit in alle Fachbereiche hineinspielt und eine starke Vernetzung und Zusammenarbeit braucht. Herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten Teams, Unternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“