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10 Jahre fh gesundheit

Vor 10 Jahren nahm die fh gesundheit mit 164 Studierenden und sieben FH-Bachelor-Studiengängen in den medizinisch-technischen Diensten und der Hebamme den Studienbetrieb auf. Heute umfasst das Angebot, neben den FH-Bachelor-Studiengängen, 12 Master-Programme sowie 18 Akademische Lehrgänge.

In Summe kann sich die fh gesundheit über 885 Studierende freuen - Tendenz stark steigend, denn die Integration der Pflege-Ausbildung auf Bachelor-Niveau mit rund 1.000 zusätzlichen Studienplätzen steht kurz bevor. Ende November feierte die 
fh gesundheit ihr 10-jähriges Bestehen.

 

Im Juni 2005 wurde mit der Änderung des MTD-Gesetzes sowie des Hebammengesetzes ein erster Schritt in Richtung Akademisierung der nichtmedizinischen Gesundheitsberufe gesetzt. Auf Beschluss der Tiroler Landesregierung wurde im Dezember 2006 die fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH/fh gesundheit als neuer Träger für Fachhochschul-Studiengänge gegründet. Eigentümer sind mit 74% die Tirol Kliniken GmbH (tirol kliniken) und mit 26% die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH (UMIT).

 

In den darauffolgenden Jahren setzte die fh gesundheit wichtige Maßnahmen und Akzente, um die Akademisierung der Gesundheitsberufe in Österreich und den deutschsprachigen EU-Ländern voranzutreiben. Speziell für die Angehörigen der medizinisch-technischen Dienste bzw. die Hebammen wurden weiterführende Lehrgänge mit Master-Abschluss etabliert. Dabei wurden zwei ausländische Partner auf die fh gesundheit aufmerksam und suchten eine Kooperation mit der Tiroler Fachhochschule. Mit der International Academy of Osteopathy (IAO) wird seit dem Jahr 2009 in Belgien, Österreich und in Deutschland ein Master-Lehrgang in Osteopathie angeboten und die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von PhysiotherapeutInnen und ErgotherapeutInnen erweitert. Mit dem Deutschen Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin e.V. (DIW-MTA) ist es im vergangenen Jahr gelungen, eine der führenden, staatlich anerkannten Weiterbildungsstätten für medizinisch-technische Berufe in Deutschland als Partner zu gewinnen. Der Master-Lehrgang Biomedical Sciences läuft zusätzlich zum Standort Innsbruck bereits zum zweiten Mal in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Aber auch die Master-Lehrgänge Radiological Technologies und der Master-Lehrgang Pädagogik in Gesundheitsberufen stehen am Berliner Wunschzettel.

 

Mit der Akademisierung der Gesundheitsberufe und Gründung der fh gesundheit wurde auch ein starker Impuls zur wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung in den Gesundheitsberufen gesetzt. Bereits im Jahr 2011 wurden die drei Forschungsschwerpunkte der fh gesundheit – „Gesundheitsförderung und Prävention“, „Gesundheitliche Chancengleichheit“ und „Qualitätsmanagement“ definiert. Diese decken aktuelle und gesellschaftlich hoch relevante Themenbereiche ab, deren Bearbeitung regional, national und international von Bedeutung ist.

 

Richtig spannend ist auch das aktuelle Studienjahr, denn neben dem 10-jährigen Jubiläum wurde die fh gesundheit in Kooperation mit der UMIT und Bezirkskrankenhäusern durch das Land Tirol mit der Akademisierung der bisherigen Diplompflegeausbildung und der Einführung eines flächendeckenden FH-Bachelor-Studiengangs in der Gesundheits- und Krankenpflege beauftragt. Diese Entwicklung wird die Struktur der fh gesundheit nachhaltig verändern. Insgesamt werden rund 1.000 zusätzliche Studierende im neuen FH-Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an sechs Studienstandorten in Tirol ausgebildet werden. Startschuss für den Studienbetrieb – die positive Akkreditierung vorausgesetzt – wird der Oktober 2018 in Innsbruck und Schwaz sein. Im Oktober 2019 folgen dann die Studienstandorte Lienz, Kufstein, Zams und Reutte. Die große Herausforderung wird dabei sein, für alle Standorte die gleiche Ausbildungsqualität sicherzustellen.

 

Auch die Ausbildung in der Augenoptik soll in Österreich, spät aber doch, ab Oktober 2018 auf FH-Bachelor-Niveau erfolgen. Ein entsprechender Antrag befindet sich bereits bei der AQ Austria in Wien und durchläuft aktuell das sogenannte Akkreditierungsverfahren. An der fh gesundheit bleibt es auf alle Fälle spannend.


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