suizidologie
Suizid_web_2016-05-10
studium
berufsbild

AbsolventInnen des Lehrganges zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Akademische/r ExpertIn in Suizidologie sind mit suizidgefährdeten bzw. suizidalen Menschen und deren Angehörigen in der Präventionsarbeit, im Krisenmanagement, in der Rehabilitation, in der Medienarbeit, bei Schulung, Beratung und Therapie tätig. 


Im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit handeln und agieren sie im Rahmen ihrer in Vorqualifizierungen erworbenen Berufsberechtigung im medizinischen und/oder psychosozialen Bereich. 

 

Die im Studium neu erworbenen bzw. vertieften Kompetenzen führen nicht zu einer therapeutischen Tätigkeitsberechtigung, insofern diese nicht durch eine bereits vorhandene, gesetzliche Berufsberechtigung in einem Gesundheitsberuf vorhanden ist. 

zielsetzung

Jährlich sterben circa doppelt so viele Menschen durch Suizid wie im Straßenverkehr. Bei den unter 40-Jährigen zählt Suizid sogar zu den häufigsten Todesursachen. Die Ausbildung von ExpertInnen der Suizidologie, welche als MultiplikatorInnen auch ihr Umfeld sensibilisieren, ist ein wichtiger Baustein in dem Bestreben, die Todesfälle durch Suizid weiter zu reduzieren.

perspektiven

Im Lehrgang erweitern die Studierenden ihr Fachwissen aus dem medizinischen, psychologischen, psychotherapeutischen, pädagogischen oder sozialen Bereich um die Kerngebiete der Suizidologie: die Krisenintervention und Prävention. Sie lernen dabei von internationalen Vortragenden und erhalten einen ausgewogenen Überblick über die biologischen, psychotherapeutischen und sozialpsychologischen Aspekte der Suizidologie.

 

Durch diesen ganzheitlichen Zugang agieren sie nach Abschluss als hoch qualifizierte ExpertInnen in inter- bzw. multidisziplinären Teams und betreuen suizidale Menschen sowie deren Angehörige im Rahmen ihrer aus Vorqualifizierungen erworbenen gesetzlichen Berufsberechtigung.

studieninhalte

Der Aufbau des Curriculums konzentriert sich neben der Stärkung der sozialkommunikativen und Selbstkompetenzen vor allem auf die Vermittlung und Stärkung der fachlich-methodischen Kompetenzen. 

 

Zu Beginn des Studiums erwerben die Studierenden die Hintergründe für das Feld der Suizidologie aus den Bereichen Medizin, Naturwissenschaft sowie Sozial- und Geisteswissenschaft. Sie setzen sich mit Suizid, Krisentheorien, Epidemiologie von Suizid, psychosozialen Krisen und Risikogruppen auseinander, lernen internationale Zugänge zur Suizidprävention kennen und beschäftigen sich im Laufe des Studiums mit den Themen Recht, Krisenintervention und Prävention. Des Weiteren erarbeiten sich die Studierenden ein profundes Wissen über anerkannte Therapieformen, sodass sie später, entsprechend ihrer Berufsberechtigung, KlientInnen bzw. PatientInnen beraten und therapeutische Schritte einleiten, koordinieren oder selbst durchführen können. Das Praxisprojekt im dritten Semester kann in den beruflichen Alltag integriert werden. 

 

Mit den für die Suizidologie relevanten Aspekten des Projektmanagements, des Qualitäts- und Prozessmanagements sowie der Betriebswirtschaftslehre befassen sich die Studierenden ebenso wie mit adäquaten Reflexions- und Kommunikationstechniken. Letzteres ist zentral, damit sie Fakten aus der Suizidarbeit für unterschiedliche Zielgruppen didaktisch aufbereiten und zugänglich machen können. Auch die Medien- und Krisenkompetenz werden geschult.

 

Die Studieninhalte sind im Curriculum festgelegt. 

lehrveranstaltungen

Der Lehrgang Akademische/r ExpertIn in Suizidologie umfasst drei Semester, ist berufsbegleitend und in Blockwochenenden bzw. Blockwochen organisiert. Zur einfacheren Koordination mit der beruflichen Tätigkeit erhalten die Studierenden bereits vor Studienbeginn die Termine aller Lehrveranstaltungen:

 

Lehrveranstaltungstermine Start Wintersemester 2019/20: (Änderungen vorbehalten)

 

Termine folgen

 

Im Sinne eines optimalen Theorie-Praxis-Transfers setzen voraus, dass die Studierenden parallel zum Studium einer einschlägigen Berufspraxis nachgehen.

bewerbung
zugangsvoraussetzungen

Für den Lehrgang zur Weiterbildung gemäß § 9 FHStG Akademische/r ExpertIn in Suizidologie zugelassen sind BewerberInnen, die eine inländische oder anerkannte ausländische abgeschlossene Berufsausbildung mit folgenden Abschlüssen vorweisen:

 

Abschluss im medizinischen Kontext

  • Medizinisch-technischen Diensten bzw. Hebamme oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Gesundheits- und Krankenpflege oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Musiktherapie oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Pflege- oder Gesundheitswissenschaften oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Biologie, Pharmazie, Sportwissenschaften oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Medizin oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss

 

Abschluss im psychologischen und psychotherapeutischen Kontext

  • Psychologie oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Psychotherapie-Ausbildung oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss

 

Abschluss im pädagogischen Kontext

  • Pädagogik, Erziehungswissenschaften oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss 
  • Pädagogische Hochschule/Pädagogische Akademie oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss
  • Lehramtsstudium oder gleichwertiger in- oder ausländischen Abschluss

 

Abschluss im sozialen Kontext

  • Soziale Arbeit, Theologie, oder eines gleichwertigen in- oder ausländischen Abschlusses

 

Eine laufende, mindestens einjährige, einschlägige Berufserfahrung sowie eine facheinschlägige Berufstätigkeit während des Lehrganges ist gefordert, damit die Studierenden die im Lehrgang erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen ins Berufsfeld übertragen können.

bewerbungsunterlagen
  • Anmeldeformular
  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf, unterfertigt
  • Maturazeugnis (Kopie)
  • Bestätigung über Vorerfahrungen, berufliche Tätigkeit
  • Geburtsurkunde (Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Kopie) bzw. bei nicht-österreichischen BewerberInnen eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises
  • ggf. Heiratsurkunde (Kopie)
  • Abschlussurkunde, die zum Studium berechtigt, vgl. Zugangsvoraussetzungen (Kopie)

 

Bitte senden Sie Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:

 

fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center Master
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria

 

Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!

aufnahmeverfahren

Die Bewerbung für den Lehrgang zur Weiterbildung Akademische/r ExpertIn in Suchtarbeit ist bis spätestens Anmeldeschluss unter Verwendung des standardisierten Anmeldeformulars sowie der geforderten Unterlagen einzureichen.

 

Evaluierung der schriftlichen Unterlagen
Die eingereichten Bewerbungsunterlagen werden auf Inhalt, Form und Vollständigkeit evaluiert. Der berufliche Werdegang sowie das geforderte Motivationsschreiben finden in der Evaluierung eine besondere Berücksichtigung.

 

Aufnahmegespräch
Mit jeder/jedem BewerberIn wird ein leitfadengestütztes Gespräch geführt, das aus Gründen der Vertraulichkeit nicht öffentlich ist. In diesem Gespräch hat die/der BewerberIn die Gelegenheit, Fähigkeiten und Kenntnisse nachzuweisen, die für den Studienerfolg von Bedeutung sein können. Solche Kriterien sind insbesondere die Motivation, die Eignung und die Begabung der/des Bewerberin/Bewerbers für das Studium und die angestrebte Zusatzqualifikation.

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Infobox
Abschluss
Akademische/r ExpertIn in Suizidologie
Lehrgangsdauer
3 Semester
Lehrgangsart
Berufsbegleitend
ECTS
65
Lehrgangsplätze
mind. 15

 

Infobox
Lehrgangsgebühren 
werden noch bekannt gegeben
Termine
Bewerbung für 2019
laufend möglich
Lehrgangsbeginn
voraussichtlich Wintersemester 2019/20
Kontakt
Lehrgangsleiter
Univ.-Prof. Dr. Christian Haring, MSc
 
Studien-Service-Center Master
Lisa Lotritsch, BSc
Büro 3. Stock/Raum 322
T +43 512 5322-76714
F +43 512 5322-6776714