diaetologie
Diaetologie
studium
berufsbild

Im Bundesgesetz über die Regelung der gehobenen medizinischen-technischen Dienste, MTD-Gesetz BGBl. Nr. 460/1992 i.d.g.F. ist das Berufsbild einer DiaetologIn folgendermaßen verankert:

"Der Diätdienst und ernährungsmedizinische Beratungsdienst umfasst die eigenverantwortliche Auswahl, Zusammenstellung und Berechnung sowie die Anleitung und Überwachung der Zubereitung besonderer Kostformen zur Ernährung Kranker oder krankheitsverdächtiger Personen nach ärztlicher Anordnung einschließlich der Beratung der Kranken oder ihrer Angehörigen über die praktische Durchführung ärztlicher Diätverordnungen innerhalb und außerhalb einer Krankenanstalt; ohne ärztliche Anordnung die Auswahl, Zusammenstellung und Berechnung der Kost für gesunde Personen und Personengruppen oder Personen und Personengruppen unter besonderen Belastungen (z.B. Schwangerschaft, Sport) einschließlich (sic.) der Beratung dieser Personenkreise über Ernährung" (MTD-Gesetz BGBl. Nr. 460/1992 i.d.g.F. § 2 Abs. 4).

Der oben genannte Begriff "Eigenverantwortlichkeit" bezieht sich sowohl auf die Ernährungsberatung für Gesunde als auch auf die Durchführung des diaetologischen Prozesses und umfasst die Arbeitsschritte der ernährungsmedizinischen Therapie von der Erhebung des Ernährungsstatus und der Ernährungsanamnese, der diaetologischen Befundung und Beurteilung, Planung, Umsetzung inklusive Ernährungsberatung und ernährungsmedizinische Beratung bis zur Qualitätssicherung, Evaluation, Dokumentation und Reflexion und das eigenverantwortliche Handeln im Ernährungs- bzw. Verpflegungsmanagement.

 

 

zielsetzung

Der FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie hat zum Ziel,

  • die Anforderungen der beruflichen Praxis einer DiaetologIn mit den Grundsätzen wissenschaftlicher Bildung zu verknüpfen und somit fachliches Grundwissen mit methodischen Kenntnissen und Fertigkeiten sowie einer differenzierten Sachorientierung zu verbinden. Der hohe Theorie-Praxis-Bezug gewährleistet eine Vernetzung von fachlich-methodischen, sozialkommunikativen Kompetenzen und Selbstkompetenzen sowie wissenschaftlichen Kompetenzen.
  • die Studierenden in besonderem Maße zu selbstständigen, eigenverantwortlichen und an Lösungen orientierten AbsolventInnen heranzubilden. Dabei verfügen die Studierenden über ein hohes Maß sowohl an theoretischem Wissen, als auch praktischen Fertigkeiten kombiniert mit der Fähigkeit zur kritischen Reflexion aber auch der Kompetenz, sich selbstständig Wissen anzueignen und weiterzuentwickeln.
  • die beruflichen Fähigkeiten und Möglichkeiten aufgrund der im Laufe des Studiums erworbenen Kompetenzen zu verbessern. Dies soll durch die Vermittlung von Grundkenntnissen wie methodischen Fertigkeiten zum selbstständigen Lernen, von Fachkenntnissen sowie sozialen Kompetenzen und Selbstkompetenzen z. B. Teamfähigkeit erreicht werden.
  • eine ganzheitliche Ausbildung auf Hochschulniveau anzubieten, die sich der Anwendungs- und Berufsorientierung verpflichtet.
  • ein modernes Ausbildungskonzept, das sich nach der Output-Orientierung richtet, vorzulegen und die Erfordernisse eines erwachsenengerechten Lernens zu berücksichtigen.
  • wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedenen Teilgebieten als Basis für die Erarbeitung von praxisrelevanten Fragestellungen zu verwenden, die Persönlichkeit der Studierenden zur Entfaltung zu bringen, sodass die wissenschaftliche und berufspraktische Orientierung der Ausbildung sich als sinnvoll ergänzende Einheit darstellt.
  • die Selbstorganisation und Selbstständigkeit der Studierenden zu fördern und sie in kollegialer Weise an die alltäglichen Berufsanforderungen heranzuführen.

 

 

perspektiven

Die DiaetologIn übt die berufsspezifischen Tätigkeiten im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses oder einer freiberuflichen Tätigkeit aus.
Sowohl im intra- als auch im extramuralen Bereich handeln DiaetologInnen in einem interdisziplinären Team und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge in einem therapeutischen Team. Im Rahmen des diaetologischen Prozesses ist eine Zusammenarbeit mit Fach-ÄrztInnen, anderen Sparten der gehobenen medizinisch-technischen Dienste, Diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PsychologInnen, Verwaltungs- und Küchenpersonal, aber auch mit der Lebensmittelindustrie und Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit gegeben. „Der Diätdienst und ernährungsmedizinische Beratungsdienst darf auch im Dienstverhältnis zu einem (einer) Gastgewerbetreibenden und zu Einrichtungen der Forschung, Wissenschaft und Industrie ausgeübt werden“ (MTD-Gesetz  § 7 Abs. 2).

DiaetologInnen können Mitglied eines interdisziplinären Teams oder Mitglied eines Ernährungsteams sein. Sie können auch in der Lehre und Forschung, in der Praktikumsanleitung bzw. Projektleitung zum Einsatz kommen.

Nach einigen Jahren Berufserfahrung und der entsprechenden Zusatzqualifikation kann die DiaetologIn in einer leitenden Position tätig werden.

 

 

kompetenzen

Die fachlich-methodischen, sozialkommunikativen Kompetenzen und Selbstkompetenzen sowie die wissenschaftlichen Kompetenzen der DiaetologIn sind in der FH-MTD-Ausbildungsverordnung 2006 (FH-MTD-AV, BGBl. Nr. 2/2006) detailliert festgelegt.

Die AbsolventInnen des FH-Bachelor-Studienganges Diaetologie sind in der Lage, an der Nahtstelle zwischen Medizin, Ernährungswissenschaft, Naturwissenschaft und verwandten Disziplinen Professionalität im Bereich der Ernährung und Ernährungstherapie und den damit verbundenen Forschungsarbeiten auf einem akademischen Niveau zu erbringen und sich den wissenschaftlichen Entwicklungen laufend anzupassen.

Der FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie will den Studierenden eine wissenschaftlich fundierte Hochschulbildung und gleichzeitig eine solide Berufsvorbereitung bieten. Damit soll der Zusammenhang von Lernen und Arbeiten – orientiert am beruflichen Handeln – hergestellt werden. Gleichzeitig geht es um den Erwerb von sozialkommunikativen Kompetenzen und Selbstkompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Empathie und Wertschätzung, um auf Grund der erworbenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten realitätsnahe Herausforderungen zu bewältigen.

DiaetologInnen sind eigenverantwortlich handelnde Personen, die mit hoher Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz sowie wissenschaftlich orientiert arbeiten.

Im beruflichen Tätigkeitsfeld einer DiaetologIn geht es um eine professionelle Gestaltung der fachlichen und zwischenmenschlichen Arbeit. Dazu sind neben dem Fachwissen eine Reihe von persönlichen Eigenschaften, Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten notwendig, die im Laufe der Ausbildung erworben werden und im beruflichen Handeln erweitert werden können.

Die rasante Entwicklung in der Medizin, Ernährungsmedizin und Ernährungswissenschaft erfordert ein „lebenslanges Lernen“. Um aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse im beruflichen Handlungsfeld verstehen und anwenden zu können, ist eine Basis an wissenschaftlichen Kompetenzen notwendig.

Eine fundierte Ausbildung in den medizinischen Grundlagenfächern, den fachspezifischen Fächern der Ernährung und Ernährungsmedizin, Beratungstechnik, Kommunikation und die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens befähigen die AbsolventInnen diverse „Diätströme“ kritisch zu bewerten. Das breit gefächerte Wissen ist die Basis, um bei Einzelberatungen, Gruppenberatungen und –schulungen auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen einzugehen und den diaetologischen Prozess planen, durchführen, evaluieren und dokumentieren zu können.

 

 

studieninhalte

Ausgangspunkt für die Erstellung des Curriculums stellt die FH-MTD-AV 2006 mit den darin festgelegten Kompetenzen und Qualifikationen dar. Gleichzeitig sind im Curriculum (vgl.Curriculum) die zu erwartenden Entwicklungen im Berufsfeld berücksichtigt, z. B. vermehrte freiberufliche Tätigkeit, Spezialisierung in medizinischen Fachgebieten wie der Onkologie, der Stoffwechseltherapie, der Geriatrie oder der Intensivmedizin. Auch wird der Entwicklung der Schlüsselqualifikationen im Bereich der Soft Skills, wie Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit, Kommunikations-, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Rollendistanz, Frustrationstoleranz, Selbstbestimmungsfähigkeit und Selbstreflexion sowie der Bereitschaft zu ständiger Fortbildung Rechnung getragen. Die angebotenen Lehrveranstaltungen sind Pflichtlehrveranstaltungen und sollen die Basisqualifikationen einer Grundausbildung sicherstellen. Bei der Absolvierung der Praktika bzw. bei der Themenwahl für die Bachelorarbeiten besteht die Möglichkeit der individuellen Schwerpunktsetzung in den Wahlbereichen. Die praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten werden in Form von praktischen Übungen im Rahmen der „Lehrküche“, der Laborpraktika oder den Übungen der angewandten Ernährungstherapie in Kleingruppen geübt und reflektiert.

Im Curriculum ist auch ein Selbststudium vorgesehen. Somit sind Vor- und Nachbereitung für Referate und Präsentationen, aber auch das Erstellen von Ernährungstherapiekonzepten, inklusive Speiseplangestaltung, Energie- und Nährstoffberechnungen und die Ausarbeitung von Beratungs- und Schulungsunterlagen und nicht zuletzt der Lernaufwand und die Prüfungsvorbereitung vorgesehen. Kompetenzerwerb und Lehrinhalt, Methode und Inhalt sowie die Lernnachweise stehen miteinander im Einklang. Im Bildungsverständnis eines FH-Bachelor-Studienganges steht der Kompetenzerwerb und nicht der Wissenszuwachs an erster Stelle.

 

 

berufspraktikum

Die Gestaltung des Berufspraktikums erfolgt nach den Bestimmungen der FH-MTD-AV 2006. Die praktische Ausbildung erfolgt zum überwiegenden Teil in Krankenanstalten, kann aber auch in anderen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie der Forschung, Wissenschaft und Industrie erfolgen, wenn dabei die Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten gewährleistet ist. Die praktische Ausbildung umfasst die Bereiche Akutmedizin, Langzeitmedizin und Rehabilitation sowie Gesundheitsförderung und Prävention. In der praktischen Ausbildung erwerben die Studierenden an der jeweiligen Praktikumsstelle Erfahrungen in der PatientInnenbetreuung sowie fundierte Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Durchführung diaetologischer Maßnahmen im Pflicht- und Wahlbereich. Im Rahmen des Berufspraktikums werden 10 diaetologische Prozesse in den Pflichtbereichen durchgeführt.

 

Pflichtbereiche

  • Gastroenterologie unter besonderer Berücksichtigung des Verdauungssystems
  • Endokrinologie unter besonderer Berücksichtigung des Diabetes mellitus und anderer Stoffwechsel-Erkrankungen
  • Nephrologie unter besonderer Berücksichtigung der Nierenfunktionen
  • Intensivmedizin, Onkologie unter besonderer Berücksichtigung onkologischer oder intensivmedizinischer Stoffwechselsituationen
  • Chirurgie unter besonderer Berücksichtigung prä-, intra- und postoperativer Situationen

Wahlbereiche je nach individuellem Schwerpunkt:

  • Allergologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kardiologie, Kinder- und Jugendheilkunde, Klinische Immunologie, Neurologie, Pulmologie, Psychiatrie, Rheumatologie oder andere spezielle klinische Bereiche
  • Geriatrie
  • Multiprofessioneller Bereich, insbesondere in Zusammenarbeit mit PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und LogopädInnen
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Ernährungsmarketing und Ernährungskommunikation

 

 

prüfungen

Die Art der Leistungsbeurteilung wird für jede Lehrveranstaltung definiert und zu Beginn der Lehrveranstaltung durch die Leitung der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. Wenn im Studienplan nicht anders festgelegt, gilt für die Bewertung grundsätzlich die fünfstellige Notenskala des österreichischen Schulsystems. Leistungsnachweise werden als Einzel- oder Gruppenarbeiten in Lehrveranstaltungen oder Modulen erbracht. Formen der Leistungsnachweise sind insbesondere:

  • schriftliche oder mündliche Prüfungen
  • schriftliche Arbeiten (Berichte, Seminar-, Bachelorarbeiten)
  • Projektarbeiten
  • Präsentationen

In der Prüfungsordnung des FH-Bachelor-Studienganges Diaetologie sind die konkreten Prüfungsmodalitäten (Inhalte, Methoden, Beurteilungskriterien) und Wiederholungsmöglichkeiten von Lehrveranstaltungen und Bachelorprüfungen geregelt, ebenso die Termine und Fristen von Prüfungen und Wiederholungsprüfungen.

 

 

anrechnung

Bezüglich der Anerkennung nachgewiesener Kenntnisse gilt das Prinzip der lehrveranstaltungsbezogenen Anerkennung.  Im Sinne der Durchlässigkeit im Bildungssystem ist die Einreichung und Anerkennung von Vorkenntnissen prinzipiell möglich, wobei das Prinzip der lehrveranstaltungsbezogenen Anerkennung gilt.

Anträge müssen schriftlich mittels Formular an die Studiengangsleitung so gestellt werden, dass den Studierenden die Entscheidung noch vor Beginn des Semesters mitgeteilt werden kann, in dem die betreffende Lehrveranstaltung angesetzt ist. Die Gleichwertigkeit der erworbenen Kenntnisse mit dem Anforderungsprofil hinsichtlich Inhalt und Umfang der zu erlassenden Lehrveranstaltungen ist auf Antrag der Studierenden festzustellen.

Zur Sicherstellung der Gleichwertigkeit erfolgt die Überprüfung der eingereichten Nachweise (Zeugnisse, Bescheinigungen, etc.) durch die Studiengangsleitung in Absprache mit der Leitung der Lehrveranstaltung.

 

 

bewerbung
zielgruppe

BewerberInnen für den FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie erfüllen folgende Voraussetzungen

  • berufsspezifische und gesundheitliche Eignung
  • hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein
  • hohe soziale Kompetenz
  • manuelles Geschick
  • körperliche und psychische Stabilität
  • Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe
  • Kreativität

 

 

zugangsvoraussetzungen

Bezüglich der Zugangsvoraussetzungen gelten die Regelungen des FHStG, insbesondere wird auf § 4 Abs. 2 verwiesen. Es werden BewerberInnen mit einer der folgenden Zugangsvoraussetzungen zugelassen:

Allgemeine Universitätsreife

Inländisches Reifeprüfungszeugnis oder ausländisches Zeugnis, wenn mit diesem Zeugnis im Ausstellungsland die allgemeinen Voraussetzungen zu einem Hochschulbesuch der dem beabsichtigten Studiengang entsprechenden Richtung gegeben sind. Die allgemeine Universitätsreife ist durch eine der folgenden Urkunden nachzuweisen (vgl. UOG, § 64):

  • österreichisches Reifezeugnis
  • ausländisches Zeugnis, das einem dieser österreichischen Zeugnisse auf Grund einer völkerrechtlichen Vereinbarung oder auf Grund einer Nostrifikation (...) gleichwertig ist
  • Urkunde über den Abschluss eines mindestens dreijährigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung
  • Urkunde über den Abschluss eines mindestens dreijährigen Lehrganges universitären Charakters

 

Studienberechtigungsprüfung 

Die fh gesundheit bietet keine Studienberechtigungsprüfungen an, bitte wenden Sie sich dafür an eine Universität.

 

Informationen zur Studienberechtigungsprüfungen finden Sie hier

 

Berufsreifeprüfung in den Fächern
(laut dem Bundesgesetz über die Berufsreifeprüfung BGBl. I Nr. 68/1997 idgF)

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Lebende Fremdsprache
  • Fachbereich
     

Relevante einschlägige berufliche Qualifikationen
Ausgewählte Berufsgruppen wenn sie bis Studienbeginn Zusatzprüfungen nachweisen, die sich an den Pflichtfächern der Studienberechtigungsprüfung orientieren.

 

FAQs
 
Berechtigt die deutsche Fachhochschulreife zur Bewerbung am FH-Bachelor-Studiengang?

Die deutsche Fachhochschulreife gilt nur dann als Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen zu einem österreichischen FH-Studiengang, wenn sie auch eine facheinschlägige berufliche Qualifikation (siehe „Ausgewählte Berufsgruppen“) vermittelt. Nur mit dem Nachweis der Erbringung dieser Voraussetzung kann die deutsche Fachhochschulreife der facheinschlägigen beruflichen Qualifikation gemäß FHStG § 4 Abs. 4 gleich gesetzt werden.

 

bewerbungsunterlagen
  • Anmeldeformular inkl. aufgeklebtem Foto, vollständig ausgefüllt und unterschrieben 
  • Tabellarischer Lebenslauf, persönlich unterschrieben 
  • Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis, ggf. Heiratsurkunde (jeweils eine Kopie) 
  • Zeugnis (Kopie), das gemäß Zugangsvoraussetzungen zum Studium berechtigt
  • Bei noch laufender Ausbildung, sind Zeugnisse über Zwischenabschlüsse beizulegen (Kopie) z.B. Semesterzeugnis, Teilprüfungszeugnisse, Bestätigung der Schule/Institution
  • BewerberInnen mit nicht-deutscher Muttersprache und nicht-österreichischer Matura: Nachweis Deutsch Level B2 
  • Alle Dokumente in deutscher Sprache (Dokumente anderer Sprachen in beglaubigter Übersetzung) 

Bitte senden Sie Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen) an:

fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Studien-Service-Center
Innrain 98
6020 Innsbruck
Austria

Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Weiters möchten wir Sie informieren, dass Bewerbungsunterlagen nicht retourniert werden können. Wir bitten um Ihr Verständnis!

 

 

aufnahmeverfahren

Ziel des Aufnahmeverfahrens ist es, die für den Beruf geeignetsten BewerberInnen durch Erhebung möglichst vieler studienrelevanter Faktoren (facheinschlägige, persönliche, soziale Kompetenzen) zu erfassen, es besteht aus folgenden Komponenten:

 

Schriftlicher Eignungstest

Zur Teilnahme am schriftlichen Eignungstest werden alle BewerberInnen zugelassen, die sich für den FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie ordnungsgemäß beworben haben und die formalen Zugangskriterien erfüllen.

 

Die Fragen zum schriftlichen Eignungstest werden nicht mehr in ausgedruckter Form zur Verfügung gestellt, sondern über einen Beamer präsentiert.

 

In Hinblick auf die spätere berufliche Tätigkeit werden in diesem Test (ca. 1 Stunde) folgende Merkmale geprüft:

  • Logisches Denken: z.B.: Zahlenreihen, Schlussfolgerungen, Diagramme
  • Verbale Intelligenz: z.B.: Hör- und Leseverständnis (deutsch und englisch)
  • Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • Räumliches Denken
  • Problemlösefähigkeit
  • Selbstwirksamkeitserwartung

Beispiele dazu finden Sie in einschlägiger Literatur zum Thema „Testtraining“ bzw. im Internet unter den Begriffen: Studierfähigkeitstest, Intelligenztest, kognitiver Leistungstest. (z.B. Hesse/Schrader (2006) Testtraining Logik. Eignungs- und Einstellungstests sicher bestehen. Eichborn Verlag)

  • Hinweis: der Test erfordert kein fachspezifisches Wissen

 

Fachspezifischer Eignungstest
Die fachspezifische Eignungsprüfung sieht eine schriftliche Überprüfung des Vorwissens im Bereich Grundzubereitungstechniken, Lebensmittelkunde und einfache Fragen aus dem Bereich der Ernährungslehre und der Chemie vor. Weiters wird das Verständnis für naturwissenschaftliche Vorgänge und die Kreativität der BewerberInnen überprüft.
z.B. Hesse/Schrader (2006) Testtraining Logik. Eignungs- und Einstellungstests sicher bestehen. Eichborn Verlag

 

Evaluierung der schriftlichen Unterlagen
Anhand der eingereichten Unterlagen (Biografie, Curriculum vitae, Art und Form der Bewerbung, Berufserfahrung und Praktika) wird die Erfüllung der formalen Zugangsvoraussetzungen überprüft.

 

Aufnahmegespräch 
Kriterien des Aufnahmegesprächs sind Motivation, Eignung und Begabung für das Studium und den angestrebten Beruf, Kommunikationsfähigkeit.

 

 

Nach Aufnahme in den FH-Bachelor-Studiengang sind folgende Dokumente nachzureichen:

Zum Schutz der Ihnen anvertrauten PatientInnen bzw. KlientInnen und zu Ihrem eigenen Schutz sind vor Beginn der Ausbildung Impfungen für folgende Infektionskrankheiten nachzuweisen:

  • Masern, Mumps, Röteln (MMR), Bis zum 45. Lebensjahr werden diese Impfungen kostenlos in den Bezirkshauptmannschaften, im Gesundheitsamt der Stadt Innsbruck sowie in der Landessanitätsdirektion durchgeführt.
  • Varicellen (V/C),
  • Hepatitis B,
  • Saisonale Influenza in besonderen sensiblen Bereichen

Impfempfehlung des Bundesministerium für Gesundheit für das Gesundheitspersonal in Österreich.

 

Zur Feststellung der Eignung der BewerberInnen für das studienrelevante Berufsfeld wird der § 4 der FH-MTD-AV (BGBl. Nr. 2/2006) zu Grunde gelegt. Voraussetzung für die Aufnahme in den FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie ist die für die Berufsausübung erforderliche berufsspezifische und gesundheitliche Eignung. Daher haben die BewerberInnen folgende Unterlagen nach positiv abgeschlossenem Aufnahmeverfahren beizubringen:

  • ärztliches Attest zum Nachweis der körperlichen, geistigen und gesundheitlichen Eignung (nach erfolgter Aufnahme)
  • Impfnachweis für die Infektionserkrankungen Masern, Mumps, Röteln (MMR), Varicellen (V/C), Hepatitis B
  • Strafregisterbescheinigung zum Nachweis der Unbescholtenheit (nach erfolgter Aufnahme)
  • Nachweis über einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs inklusive praktischer Übungen innerhalb des letzten Jahres (nach erfolgter Aufnahme). Für Studierende ohne diesen Nachweis bietet die fh gesundheit einen Vorbereitungskurs in Form eines Wochenendblockseminars im ersten Semester an.
  • beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses, das zum Studium berechtigt

Vor Studienbeginn wird zwischen der fh gesundheit und der/dem Studierenden ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen, der das Ausbildungsverhältnis zwischen der/dem Studierenden und der fh gesundheit regelt. 

 

 Weitere Informationen zur Aufnahme in den Studiengang finden Sie in der Aufnahmeordnung.

 

 

50 jahre diaetologie
vorwort / veranstaltung

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Wir freuen uns, dass Sie sich Zeit für unsere Nachlese zu unserem Fest Zeitreise Diaetologie nehmen und diesem ganz besonderen Anlass nachspüren.
Seit nunmehr 50 Jahren – gelinde gesagt also einem halben Menschenleben – bietet das Land Tirol nun schon eine berufliche Ausbildung im Bereich der Diät- und ernährungsmedizinischen Beratung an. Man blickt auf eine lange Geschichte voller Veränderung und Wandel in jeglicher Hinsicht zurück, mit dem Resultat, dass wir es bis über die Landesgrenzen hinaus zu einem angesehenen Bildungsstandort gebracht haben, der einen Fachhochschulstudiengang auf akademischem Abschlussniveau bieten kann. 


Dies ist deshalb von immenser Bedeutung, da die Lebensumstände heute mehr denn je dazu führen, dass die ernährungsmedizinische Beratung an Wert und Wichtigkeit kontinuierlich steigt. Erfreulicherweise ist das Bewusstsein und Interesse für Ernährung in der Bevölkerung heute so hoch wie noch nie. Es beschäftigen sich immer mehr Menschen mit ihrem eigenen Essverhalten, da die meisten erkannt haben, welch maßgebliche Rolle die Nahrung in der Gesundheit und dem individuellen Wohlbefinden spielt. Nichtsdestotrotz sprechen steigende Krankenzahlen und sogenannte „Zivilisationserkrankungen“ immer dringender für die Notwendigkeit von hochqualifizierten DiaetologInnen.


In der ernährungsmedizinischen Ausbildung haben wir in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Strömungen und zahlreiche „Diättrends“ ausfindig gemacht und kritisch beäugt. Vieles ist gekommen und wieder gegangen, wobei die Ausbildung in Tirol stets mit der Zeit gegangen ist und sich laufend neuen Herausforderungen und Ansprüchen gestellt hat. Der FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie verfolgt das Ziel, die Anforderungen der beruflichen Praxis einer Diaetologin, eines Diaetologen mit den Grundsätzen wissenschaftlicher Bildung zu verknüpfen. Der hohe Theorie-Praxis-Bezug gewährleistet eine Vernetzung von fachlich-methodischen, sozialkommunikativen Kompetenzen und Selbstkompetenzen sowie wissenschaftlichen Kompetenzen.


Das berufliche Tätigkeitsfeld der Diaetologin, des Diaetologen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, zum einen durch den Bereich der Gesundheitsförderung und Prophylaxe und zum anderen durch die zunehmende Spezialisierung in einzelnen medizinischen Fachdisziplinen. Nicht zuletzt hat die Ernährungsmedizin die ernährungsmedizinische Therapie inklusive Beratung und das Ernährungsmanagement in den Vordergrund  gerückt. 


Daher gilt es auch in Zukunft unser Bildungsangebot dynamisch, lebendig und attraktiv zu halten, uns immer weiter zu verbessern, mit dem Ziel und Anspruch, weitere 50 Jahre so erfolgreich zu meistern wie bisher.

 

 

Veranstaltung

 

 

Am 2. Dezember feierte die fh gesundheit ihr erstes „rundes“ Jubiläum. Seit 50 Jahren findet in Innsbruck die Ausbildung zur / zum DiaetologIn statt.  Für den FH-Bachelor-Studiengang Diaetologie Anlass genug,  um namhafte Ernährungs- und HochschulexpertInnen sowie ihre AbsolventInnen zu einer spannenden Zeitreise einzuladen. Rund 125 Festgäste wurden mit Vorträgen und Workshops in die Vergangenheit, in die Gegenwart sowie mit dem geplanten Master-Lehrgang in der Diaetologie in die hoffentlich schillernde Zukunft dieser wichtigen Berufsgruppe geführt.  Der Studiengang, der sich dem bewussten Umgang mit Ressourcen verschreibt, hat die Feier als „Green Event“ inszeniert und dafür das „Green-Event-Zertifikat“ vom Klimabündnis Tirol erhalten. 

 


Studiengangsleiterin Mag.a Anna Elisabeth Purtscher freute sich, so viele Festgäste und bekannte Gesichter begrüßen zu dürfen. Als GratulantInnen stellte sich nicht nur Gesundheitslandesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg und MMag.a Ludmilla Gasser als Vertreterin des Gesundheitsministeriums ein, sondern auch Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, der als Festredner der Frage „Wie viel Wissenschaft braucht die Diaetologie“ nachgegangen ist. 

Anna Elisabeth Purtscher führte durch eine virtuelle Zeitreise zur Geschichte der Diät-Ausbildung in Tirol. Von der Diätschule zur Fachhochschule zeigte sie, welche großen Schritte in den letzten 50 Jahren gesetzt wurden und wird von der ehemaligen Leiterin der Diätschule, Monika Zeiner, bestätigt: „Ich freue mich zu sehen, wie sich die Ausbildung weiterentwickelt hat, ich bin begeistert.“


Im Rahmen des FH-Bachelor-Studiengangs Diaetologie hat der Bereich Forschung und Wissenschaft an Wichtigkeit gewonnen. „Dies zeigt sich auch in einem Forschungsprojekt des Studiengangs, welches sich in den vergangenen Jahren der ersten Tiroler Ernährungserhebung gewidmet hat und dessen Ergebnisse in den österreichischen Ernährungsbericht des Gesundheitsministeriums einfließen. Der Wissenschaftsfonds des Landes hat diese Untersuchung gefördert, die auf exakten Messergebnissen beruht. Auf diese Weise haben wir wissenschaftlich repräsentative Daten gewonnen“, freut sich Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

 


In ihrer Bachelorarbeit hat Absolventin Daniela Klocker, BBSc Teilergebnisse der Tiroler Ernährungserhebung aufgearbeitet und während der 50-Jahr-Feier dem interessierten Publikum die spannenden Zusammenhänge zwischen Ernährung und Osteoporose präsentiert.

 

Einen Blick in die Zukunft wagte Kollegiumsleiter und Geschäftsführer der fh gesundheit Walter Draxl: „Der FH-Bachelor-Studiengang legt den Grundstein für ein weiterführendes Master-Studium. Konkret geplant ist ab dem Jahr 2018 der Master-Lehrgang mit den Wahlbereichen Klinische Diaetologie oder Ernährungskommunikation. Die praxisorientierte Hochschul-Ausbildung ermöglicht es den Studierenden, Kompetenzen für gehobene Positionen im Gesundheitsbereich zu erwerben.“ Die Gründerin der Diätschule in Innsbruck, Mathilde Enzinger, äußert sich zur Weiterentwicklung der ernährungsmedizinischen Therapie: „Ich wünsche mir für die Zukunft der Diaetologie, dass man gute Entscheidungen trifft.“ Die ehemalige Direktorin der Diät-Akademie in Graz, Christine Pint, blickt zuversichtlich und engagiert nach vorn: „Ich freue mich, dass die Entwicklung der Diaetologie in diesem Rahmen weitergeht. Wir haben nun 50 Jahre in die Vergangenheit geschaut und ich schaue nun mit der Jugend die nächsten 50 Jahre in die Zukunft!“


Wachgerüttelt wurden die BesucherInnen von Claudio Beretta, Doktorand an der ETH Zürich und Obmann des Vereins foodwaste in der Schweiz. In seinem Impulsvortrag rechnete er vor, wie viel Geld und Ressourcen durch Lebensmittelabfälle im Müll landen. Er zeigte auch auf, wie viele Möglichkeiten jede/r Einzelne hat, um dem entgegenzuwirken: Von Einkaufslisten schreiben bis zum Testen von vermeintlich abgelaufenen Lebensmitteln mit allen Sinnen. 

Bevor es an die praktische Umsetzung dieses Vortrags ging, wurden in der Podiumsdiskussion unter dem Thema „gemeinsam gestalten“ die Inhalte der vorherigen Vorträge aufgegriffen und vertieft. 

 

Anschließend versorgte der feld-Verein die Teilnehmenden der Feier mit kulinarischen Köstlichkeiten der anderen Art: Gemüse, das nicht die geeignete Form für den Lebensmittelhandel hat und in den Müll wandern würde, wurde zu einem Kartoffelgulasch verkocht. Die Festgäste labten sich an dem köstlichen vegetarischen Buffet, an dem auch verschiedene Salate von „unförmigen“ Karotten, Kraut- und Endivienköpfen angeboten wurden. Im Vergleich zum Tafelspitz der 40-Jahr-Feier konnte auf rund 18 kg Rindfleisch verzichtet und 155.000 Liter Wasser gespart werden. Die Reste wurden noch am selben Abend an die Notschlafstelle Innsbruck geliefert.

 

Nach dieser Stärkung wurden die TeilnehmerInnen zur aktiven Mitarbeit aufgerufen: Im Rahmen des Zukunftsdialogs wurde an 14 verschiedenen Thementischen rund um Diaetologie und Qualitätsmanagement, Forschung & Entwicklung sowie aktuelle Trends diskutiert. Die Ergebnisse dieses Dialogs zeigen klar den Weg, den die Diaetologie gehen wird: Weiterentwicklung mit und durch Netzwerke, sowohl innerhalb der Berufsgruppe als auch interdisziplinär.

 

„Großen Dank möchte ich unseren Studierenden des dritten Semesters aussprechen“, so Studiengangsleiterin Anna Elisabeth Purtscher. „Im Rahmen ihres Studiums haben sie die Feier mit einem innovativen Programm und vielen liebevollen Details im Sinne der Regionalität und Qualität gestaltet.“ 

programm

Zeitreise - 50 Jahre Diaetologie

 

 

zum Programm

green event

Ein „Green Event“ im Sinne der Nachhaltigkeit

 

Da wir als Studiengang Diaetologie der fh gesundheit viel Wert auf bewussten Umgang mit unseren Ressourcen legen, haben wir uns entschlossen, die 50-Jahr-Feier  als „Green Event Tirol“ durchzuführen.


„Green Events Tirol“ ist eine Initiative vom Klimabündnis Tirol und Umweltverein Tirol in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol zur Förderung einer umwelt- und sozialverträglichen Veranstaltungskultur. Neben dem Schutz der natürlichen Ressourcen spielen bei einem „Green Event“ die soziale, kulturelle und ökonomische Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

 

Die Herausforderung, die Kriterien eines „Green Events“  zu erfüllen, hat die Gestaltung des Tages wesentlich beeinflusst und viele kreative Ideen  entstehen lassen. 


So wurden beispielsweise unsere Give-Aways, selbstgemachte Marmeladen, in „upgecycelten“ Gläsern verschenkt, die wir fleißig über den Sommer gesammelt haben.

 

Da unsere Aufgabe im Sinne des „Green Events“ darin bestand, alle natürlichen Ressourcen so gut wie möglich zu berücksichtigen, haben wir auch an der FH einen Blick hinter die Kulissen gewagt. Angefangen von der Strom- und Wasserversorgung bis hin zum Toilettenpapier haben wir die Ressourcen im Haus bezüglich Herkunft und Verbrauch unter die Lupe genommen.


Themen wie der Einsatz von wiederverwendbaren oder recycelten Materialien, Mülltrennung und Müllvermeidung spielten sowohl bei der Veranstaltungsplanung als auch am Tag der 50-Jahr-Feier eine zentrale Rolle.

 

Weil uns auch Regionalität und Qualität am Herzen liegen, richteten wir unser Augenmerk beim Thema Kulinarik auf biologische, saisonale, regionale und fair gehandelte Zutaten. Neben unseren selbstgebackenen Lebkuchen haben wir uns in diesem Bereich Unterstützung vom „feld-Verein“ geholt: Der „feld-Verein“ sammelte und verwandelte für diesen Tag ungenutzte Lebensmittel in ein gesundes und köstliches Buffet aus Produkten, die Geschichten erzählen und uns so alle für den Wa(h)renWert sensibilisieren.


Auch unsere Sponsoren standen uns beim Vorhaben, die 50-Jahr-Feier ressourcenschonend zu gestalten, tatkräftig zur Seite. Getränke der Firma Silberquelle wurden uns in Glasflaschen angeliefert, EZA stellte uns fair gehandelten Kaffee und Tee zur Verfügung und unsere Lebkuchen durften wir mit Bio-Produkten von Sonnentor und Bio vom Berg backen. 


Zudem konnten all unsere Köstlichkeiten in Mehrweggeschirr angeboten werden.

 

Um unseren Gästen die Möglichkeit einer umweltfreundlichen Anreise ans Herz zu legen, konnte  unsere Einladung durch eine Kooperation mit den Innsbrucker Verkehrsbetrieben am Tag der Veranstaltung auch als Busticket genutzt werden. 

 

Die Zusage, dass wir das Zertifikat als „Green Event Tirol“ erhalten, war für uns eines der Highlights in der gesamten Veranstaltungsplanung. 
Wir sind stolz darauf, dass es sowohl durch die Vorbereitungen im Vorfeld als auch durch eine gemeinsame Umsetzung während der Veranstaltung gelungen ist, die 50-Jahr-Feier mit Ihnen ganz im Sinne der Nachhaltigkeit zu verbringen.

 


Mehr Informationen finden Sie unter: 

 

www.greenevents-tirol.at


www.feld-verein.at

 

 

podiumsdiskussion

Zusammenfassung der Podiumsdiskussion

 

Teilnehmende: Claudio Beretta, MSc, MMag.a Ludmilla Gasser, Mag.a Anna Elisabeth Purtscher, Dr.in Christine Römer-Lüthi, FH-Prof.in Barbara Schmid, MSc

 

Der Abschluss des Vormittagsprogrammes der 50-Jahr-Feier stand unter dem Motto „gemeinsam gestalten“. In einer Podiumsdiskussion wurden Inhalte der vorangegangenen Vorträge aufgegriffen und vertieft.

 

weiterlesen

zukunftsdialog

„Im Mittelpunkt des Handelns steht der Mensch“. Darüber waren sich die TeilnehmerInnen des Zukunftsdialoges am Nachmittag einig. 
Gestärkt vom Mittagessen ging die Zeitreise weiter. Nach dem Vormittag des Zuhörens öffnete sich nun der Raum für Dialog und Austausch. An 14 Thementischen tauschten sich die Teilnehmenden zu aktuellen Fragen der Diaetologie aus.

 

Eine Übersicht der Thementische finden Sie hier.

 

Um den Dialog so vielfältig wie möglich zu gestalten, wechselten die TeilnehmerInnen nach jeder Runde den Tisch. In den drei Dialogrunden tauschten die DialogteilnehmerInnen Visionen und Wünsche aus, erzählten sich über Erfahrungen und Erlebnisse, fanden Lösungen und Herangehensweisen und besprachen, wie man die Zukunft des Themas aus ExpertInnensicht steuern kann und soll. 
An den Tischen priorisierten die ModeratorInnen und DiskutantInnen nach jeder Runde die diskutierten Ansätze. Nach den drei Dialogrunden stellten die TischmoderatorInnen die zentralen Ergebnisse vor und führten bei einem Ergebnisbingo bereits gemeinsame Erkenntnisse zusammen. Eine davon war, dass es ein Zusammenspiel vieler Aspekte für eine umfassende Betreuung  und Therapie von PatientInnen Bedarf. 

 

Drei zentrale Themenbereiche:

 

Interprofessionelle Arbeit und gute Vernetzung 

 

Dabei spielt Kommunikation eine wesentliche Rolle. Sie dient uns, das Ernährungswissen mit Handwerkzeug dem Mensch zur Essfreude hinzuführen. Damit verknüpft sind soziale Faktoren, die ebenfalls die Essentscheidungen beeinflussen. Weitere Dimensionen der Essentscheidungen bildeten die Ökologie, die sich vor allem mit einem ressourcenschonenden Umgang der Lebensmittel auszeichnet, und die Ökonomie. Dies führte zu der Erkenntnis, dass die Diaetologie die Verbindung zur Ernährungsmedizin, zu den Berufsgruppen als auch zu den neuen Medien benötigt.

 

Forschung und Wissenschaft

 

In der Diaetologie sind berufsspezifische Forschungsergebnisse von großer Bedeutung. Outcome-Evaluierungen von evidenzbasierenden Forschungsprojekten verdeutlichen den Wirkungsgrad unserer Arbeit. Es ist an der Zeit, sich an der Erarbeitung von Leitlinien gut einzubringen und somit die Erfahrung und das Wissen der Ernährungsmedizin zu verbinden.

 

Ethische Normen im Rahmen der Akademisierung

 

Diese bilden ein Fundament, einen Stellenwert in der Öffentlichkeit, eine standespolitische Vertretung und werden sich mit der Wissenschaft weiterentwickeln. Die zunehmende Akademisierung bedeutet, forschungsgeleitete Theorien zu formieren, um Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis leben zu können. Dies stellen Teilbereiche des Zielbahnhofs der Professionalisierung dar. Dort soll die Zukunft hinführen.

 

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Spannende Gespräche und viel Energie waren Basis für den gelungenen Dialog an diesem Nachmittag. Ein Start in die nächste Etappe auf der Zeitreise der Diaetolgie.

 

organisationsteam

Die ansteckende Freude von Studiengangsleiterin Anna Elisabeth Purtscher, 50 Jahre Diaetologie zu feiern, führte zu einem Organisationsteam von 23 rauchenden Köpfen, in denen viele Ideen auf die Umsetzung warteten. Acht Monate spannten 46 engagierte Hände die Fäden für diese Zeitreise der Diaetologie. Nun aber genug Zahlen – wer steckt denn nun hinter der Organisation?


Projektleitung und Controller

 


 
Fotoquelle: Elena Gradl
Hanna Weber, Elena Gradl

 

Bei einem solch großen Team ist es nicht immer ganz einfach den Über- und Durchblick zu bewahren. Hanna Weber nahm diese Herausforderung als Projektleitung an und setzte sie mit treibender Kraft, Engagement und Freude um. Sie organisierte wesentliche Angelegenheiten der 50 Jahr Feier, sodass die Projektteams ihre Ideen realisieren konnten.

 

An ihrer Seite war oft Elena Gradl zu finden. Sie unterstützte einerseits Hanna in ihrer Position und andererseits erfüllte sie gewissenhaft die Aufgaben eines Controllers. Die Organisation dieses Festes wurde in Arbeitspakete verpackt, deren Überblick zu bewahren, Elenas Hauptaufgabe war.


Weiters hatten Hanna und Elena die schöne Aufgabe, das erfolgreiche Fest als Nachlese zu gestalten.

 

Veranstaltungsplanung und Organisation

 

 
Fotoquelle: Elena Gradl
Simone Angerer, Astrid Fürhapter, Regina Hauser, Andrea Thurnes, Julia Moll, Florina Prosch

 

Florina Prosch erfüllte ihre Aufgaben als Teamleiterin von der Gruppe Veranstaltungsplanung zuverlässig. Sie beschäftigte sich nicht nur mit der nachhaltigen Kulinarik, sondern entwarf mit Liebe zum Detail das gelungene Leitmotiv der 50 Jahrfeier. 
Regina Hauser unterstützte als Teammitglied die Gruppe Veranstaltungsplanung und organisierte mit ihrer aufgeschlossenen Art den Gästen passende Vorschläge für Locations nach der Feier. 

 

Julia Moll war ebenfalls ein Teammitglied dieser Gruppe und stellte sich erfolgreich der Aufgabe, den Ablauf des Zukunftsdialogs zu planen.

 

Andrea Thurnes agierte als verantwortungsbewusste Teamleiterin der Gruppe Organisation und fühlte sich aufgrund ihrer Liebe zur Musik für diese auch verantwortlich. Neben der musikalischen Umrahmung gestaltete sie den Außenbereich mit weihnachtlicher Atmosphäre.

 

Simone Angerer arbeitete als Teammitglied und widmete sich mit großer Sorgfalt den „Give Aways“, deren größter Aufwand darin bestand, Marmeladengläser im Sinne der Nachhaltigkeit zu sammeln.

 

Astrid Fürhapter stellte sich mit äußerster Verlässlichkeit dem großen Ziel, die Veranstaltung im Sinne des Green Events zu zertifizieren. Sie befasste sich intensiv mit dem Kriterienkatalog.

 

Ausstellung

 


 
Fotoquelle: Elena Gradl
Natalie Gmeiner, Johanna Obweger, Mariella Traxler

 

Johanna Obweger sammelte als Teamleiterin der Gruppe Ausstellung alle Ideen, um den Gästen der 50 Jahr Feier einen Augenschmaus zu servieren. Gemeinsam mit den zwei Teammitgliedern Natalie Gmeiner und Mariella Traxler bewiesen sie effektives Teamworking. Mit viel Geduld und Kreativität bastelten sie die Zeitleiste, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Diaetologie widerspiegelte. Weiters kreierte das Team die Videos „Was ist Diaetologie“ und „Diaetologie in der Praxis“. 

 

Grafik

 


 
Fotoquelle: Elena Gradl
Judith Praxmarer, Simon Lanbach, Bozana Stanojevic

 

Simon Lanbach zeigte in der Gruppe Grafik seine Stärken der Gelassenheit und blieb als Teamleiter immer ruhig. Gemeinsam mit Bozana Stanojevic und Judith Praxmarer waren sie verantwortlich für die Formalitäten und Texte. Ihnen gelang es, die Vorfreude der Feier in Worten zu fassen!

 

Briefing

 


 
Fotoquelle: Elena Gradl
Sabine Nesensohn, Luisa Stadlmann, Tatjana Hobbhahn

 

Luisa Stadlmann ging als Teamleiterin der Gruppe Briefing an alle Aufgaben stets zuversichtlich und offen heran. Sabine Nesensohn behielt mit ihrem planerischen Talent den Überblick der Termine und Tatjana Hobbhahn motivierte die Gruppe zu effizientem Arbeiten. Somit ergänzten sie sich perfekt in ihren Aufgaben als Ansprechspartnerinnen für die ModeratorInnen des Zukunftsdialogs. Außerdem hatte die Gruppe immer ein Auge für jene Personen, die noch über veranstaltungsrelevante Angelegenheiten informiert werden sollten.

sponsoring

Ganz herzlich möchten wir uns bei allen SponsorInnen bedanken! Die „Zeitreise - 50 Jahre Diaetologie“ war eine informative und festliche Veranstaltung, bei der folgende Unternehmen eine besondere Unterstützung geleistet haben: 

  • Allin
  • Arbeiterkammer Tirol
  • Billa
  • Bio vom Berg
  • COFFEEkult
  • Dallmayr
  • dato Denkwerkzeuge
  • Die Brotbuben Lener
  • EZA
  • Foto Hofer
  • Fresenius Kabi
  • GEA / Waldviertler
  • IVB
  • Kapferer Stoffe
  • Malen & Basteln Mangott
  • Merkur
  • mPreis
  • nutricia metabolics
  • Rauchmehl
  • Silberquelle
  • soda multidisciplinäres studio
  • Sonnentor
  • Stada Arzneimittel
  • Stadt Innsbruck
  • Studia
  • Tiroler Sparkasse
  • TirolMilch
  • Verival

 

fachtagung nudging

Nudging überschreitet Grenzen

 

Nudging ist ein relativ neues Instrument zur Ernährungsintervention, welches darauf abzielt Menschen durch einfache Veränderungen in der sogenannten Ernährungsumwelt zu eigenen oder gesellschaftlich vorteilhaftem Verhalten anzustupsen. Nudging ist z. B. bei Essensgästen in der Gemeinschaftsgastronomie erfolgreich.

 

 

Durch das INTERREG V-A Programm Österreich – Bayern 2014-2020 geförderte und von der fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH (kurz fh gesundheit), Innsbruck sowie von KinderLeicht e.V., München konnten zwei grenzüberschreitende Fachtage rund um das Thema Nudging am 17. Mai in Rosenheim und am 19. Mai in Innsbruck organisiert werden. Die Veranstaltungen griffen in drei Vorträgen und anschließenden „Werkstätten“ die Thematik auf und hatten zum Ziel, mit und für Fachexpertinnen und –experten  sowie Fachpersonal aus der Gemeinschaftsgastronomie Anregungen für die alltägliche praktische Umsetzung zu erarbeiten. 

 

 

Nach einem einführenden Vortrag von Dr. Karl von Körber, Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung, München, zum Thema „Bio, Regio, Fair – Nachhaltigkeit auf dem Teller“ und einer Einführung zum Thema unter dem Titel „Nudging – was ist das?“ durch Angela Hartmann, BSc vom Kinderleicht e.V. zusammen mit Birgit Trenkwalder-Prantl,MSc von der fh gesundheit referierte Frau Prof.in Dr.in Gertrud Winkler zu „Nudging – das sagt die Forschung“. 

Eine Nudging-Werkstatt mit jeweils drei interaktiven Stationen rundeten die erfolgreichen und von den insgesamt 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern überaus positiv beurteilten Fachtage ab.

Die projektverantwortlichen Institutionen waren mit dem Ergebnis der beiden Fachtage sehr zufrieden. Ende der Sommermonate soll ein Leitfaden zu diesem Thema erscheinen. 

(Text: Prof. Dr. Gertrud Winkler)

 

Dieses Projekt wird durch das EU-Programm Interreg V A Österreich-Bayern 2014-2020 gefördert.

 

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Infobox
Abschluss
Bachelor of Science in Health Studies (BSc)
Studiendauer
6 Semester
Studienart
Vollzeit
ECTS
180
Studienplätze
16 pro Aufnahme
Aufnahmerhythmus
2-jährig
 
Infobox
Studiengebühr
€ 363,36 pro Semester
Sachmittelbeitrag
Die genaue Höhe wird noch bekannt gegeben, max. € 90,00 pro Studienjahr
 
Termine
Bewerbung für 2019
voraussichtlich ab Dezember 2018
Studienbeginn
voraussichtlich 30.09.2019
Kontakt
Studiengangsleiterin
Dr.in phil. Anna Elisabeth Purtscher
Büro 4. Stock/Raum 416
T +43 512 5322-76738
E anna-elisabeth.purtscher
   @fhg-tirol.ac.at
 
Studien-Service Center
Beate Tholema
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